<< JeanRichard, Daniel
Jebsen, Michael >>
Jebens, Friedrich August
Industrieller,
* 10.4.1768 Friedrichstadt/Eider,
† 30.11.1834 Charlottenburg. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Klaes Friedrich (1737–95),
Ölschlägereibes. u.
Bgm. in
F.,
S d. Branntweinbrenners Klaus in
F. u. d. Elsabe Sophie Schroeder;
M Kornelia (1741–95),
verw. Schreiber,
T d. Lakenhändlers Christoph Maynzhusen in
F. u. d. Cornelia Clasen;
⚭ 1) 1791 Johanna (
† 1801),
T d.
Kaufm. Georg
Nik. Spannmann in Elbing, 2) 1803 Karoline (1782–1829),
T d.
Regierungspräs. Joh. Christian Würtz (
† 1814) in Marienwerder u. d. Karoline Wilhelmine Nicolai; 5
S aus 1).
u. a. Friedrich August (1792–1839),
Tabakfabr., Stadtrat in Elbing,
Abg. d. Provinziallandtags, Friedrich Wilhelm (1797–1879),
Großkaufm. u. Stadtrat in Danzig,
Abg. d. Provinziallandtags (s.
Altpreuß. Biogr.), 2
T aus 2) Ida (
⚭ Wilhelm
v. Felden, 1788–1864,
preuß. Gen.-Lt., s.
Priesdorff VI, S. 118 f.);
E Adolf (1830–1907), Maler in Petersburg u. Berlin (s.
ThB), Wilhelm (1830–1907),
preuß. WGR,
Senatspräs. am Oberverwaltungsger, zu Berlin (s.
BJ XII,
Tl.), Klara (
⚭ William
v. Günther, 1815–92,
Oberpräs. v. Posen);
Ur-E Kurt
v. Rümker (1859–1940),
Prof. a. d. Landwirtsch. Hochschule Berlin.
Leben ↑
Nachdem seine Familie 1790 in Elbing ansässig geworden war, war
J. dort kurze Zeit als Agent tätig. 1791 gründete er eine Aktienfärberei für Wollwaren, wandelte das Unternehmen aber bald in eine Zuckersiederei um. Schon wenige Jahre später entfiel ein gutes Drittel des Elbinger Industrieumsatzes auf diesen Betrieb, der zu den größten in Preußen gehörte. Ferner nahm
J. die darniederliegende Elbinger Seeschiffsreederei wieder auf. Eine von ihm im Sommer 1806 gegründete Tabakfabrik konnte wegen der Kriegsereignisse ihren Betrieb erst 1809 aufnehmen. Ende 1812 trat
J. aus der Zuckersiederei aus und überließ die Tabakfabrik seinem ältesten Sohn Friedrich August, der sie unter der Bezeichnung „A. F. Jebens junior, Rauch- und Schnupf-Tobaks-Fabrik“ fortführte.
J. ging nach Berlin, wo er sich für die Freiheitsbewegung gegen Napoleon einsetzte
|und für die Ausrüstung von 36 freiwilligen Jägern einen ansehnlichen Betrag zur Verfügung stellte. 1819 übernahm er als Direktor das in diesem Jahr errichtete
Kgl. Bancocomptoir in Danzig, aus dem später die dortige Reichsbankstelle hervorging. Sein jüngerer Sohn Friedrich Wilhelm gründete dort eine Großhandlung, die zu einem der bedeutendsten Danziger Unternehmen wurde. Seinen Lebensabend verbrachte
J., inzwischen zum
Geh. Finanzrat ernannt, in Charlottenburg.
Literatur ↑
Elbinger
Jb., 1911, S. 257 ff.;
B. Satori Neumann, Elbing im Biedermeier, 1933, S. 152, 194 ff.;
E. Carstenn,
Gesch. d. Hansestadt Elbing, 1933, S. 419, 422, 427;
Dt.GB 22;
Altpreuß. Biogr. (auch f. Fam.).
Portraits ↑
Gem. (im
Bes. v. Dr. Raimond Jebens, Naumburg a. S., Verbleib
unbek.).
Autor ↑
Fritz PudorEmpfohlene Zitierweise ↑
Pudor, Fritz, „Jebens, Friedrich August“,
in: Neue Deutsche Biographie
10
(1974), S.
382-383
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136270832.html
Jebens, Friedrich August
Name: Jebens, Friedrich August
Lebensdaten: 1768 bis 1834
Geburtsort: Friedrichstadt/Eider
Sterbeort: Charlottenburg
Beruf/Lebensstellung: Industrieller; Geheimer Finanzrat
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Pudor, FritzPND: 136270832