<< Jans Enikel
Janscha, Laurenz >>
Jansa, Leopold
Musiker,
* 23.2.1795 Wildenschwert (Böhmen),
† 24.1.1875 Wien. (katholisch)
Genealogie
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| Autor
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Genealogie ↑
V Tuchmachermeister.
Leben ↑
J. besuchte die Elementarschule seines Heimatortes und erhielt dort auch Musikunterricht durch den Kantor J. N. Jahoda und den mit ihm verwandten Organisten J. Zizius. Nach Absolvierung des Gymnasiums in Brünn ging er 1817 zum Studium der Rechte nach Wien, gab dieses jedoch 1819 zugunsten der Musik auf. Er genoß den Kompositionsunterricht von J. H. Worzischek (Vořišek) und E. A. Förster, trat auch als Violinspieler hervor. 1823 ging er auf ein Jahr als Kammermusiker des
Gf. Brunswik nach Ungarn und wurde dann Mitglied der Hofopernkapelle in Wien. 1834 und 1836 veranstaltete er zyklische Streichquartett-Aufführungen; erst 1845 gelang es ihm jedoch, die seit I. Schuppanzighs Tod verwaiste Tradition des Wiener Quartettspieles in jährlichen Zyklen wiederaufleben zu lassen. Seine Quartettproduktionen setzten sich bis ins Jahr des Beginnes der Hellmesbergerschen 1850 fort. Ihr Ende war ein erzwungenes, da
J. wegen eines in London für
ungar. Flüchtlinge gegebenen Konzertes seine Stelle verlor. Er lebte seither in London. 1868 ermöglichte ihm die Amnestie und Zuerkennung einer Pension die Rückkehr nach Wien.
J. war auch ein bedeutender Lehrer, der unter anderem K. Goldmark, W. Neruda und J. Strauß Vater unterrichtete.
Werke ↑
Streichquartette, Violindutte
u. a. Kammermusik;
Violinkonzerte;
Kirchenmusik;
Bearb. v. Opern-
u. a. Melodien f. Violine u. Klavier.
Literatur ↑
Wurzbach X;
E. Hanslick,
Gesch. d. Concertwesens in Wien, 1869;
MGG VI
(W, L, P);
G. Černušák-B. Stědřoň-Z. Nováček, Česko slovenský hudební slovník I, 1963.
Portraits ↑
Lith. v. J. Kriehuber, 1844 (Wien,
Nat.bibl.),
Abb. in
MGG, u.
v. O. F. Inninger, 1847.
Autor ↑
Theophil AntonicekEmpfohlene Zitierweise ↑
Antonicek, Theophil, „Jansa, Leopold“,
in: Neue Deutsche Biographie
10
(1974), S.
339
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117081523.html