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NDB-Artikel

<< Jacobi, Hermann     Jacobi. >>

Jacobi, Hugo

Ingenieur, * 28.11.1834 Osterfel bei Oberhausen, 17.10.1917 Düsseldorf.


GenealogieLebenAuszeichnungenLiteraturQuellenAutorZitierweise

Genealogie  
V August (1801–42), Kaufm. u. Insp. d. Hüttengewerkschaft u. Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen in Sterkrade, S d. Gottlob (s. 1); M Henriette Köhne aus Wesel; B Julius (1831–89), Dir d. Eisenhütte in Kladno/Böhmen, Heinrich (1833–65), Leiter d. Eisenhütte Augustfehn in Olderbürg; Vt Hermann (s. 2); - 1866 Ottilie, T d. Fabr. Karl Emil Wiesner in Ergste b. Schwerte u. d. Jeanette Karoline André; 2 S, 2 T .

Leben  
J. arbeitete zunächst praktisch im Sterkra der Hüttenbetrieb, absolvierte 1850-52 die Gewerbeschule in Hagen und volontierte an schließend als Zeichner auf der Hütte Gute Hoffnung. 1854-56 studierte er an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe Maschinenbau und trat dann in die Dienste der von seinem Großvater mitgegründeten „Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Hanie & Huyssen“. Anteile an dem Unternehmen besaß seine Familie zu diesem Zeitpunk nicht mehr. Im Sommer 1862 unternahm J eine Informationsreise nach England, um dort Fabrikanlagen zu besichtigen. 1866(wurde er Oberingenieur und wenige Jahre später, im Zusammenhang mit der Umwandlung der Hüttengewerkschaft in eine AG (1872/73), Vorstandsmitglied und technischer Direktor der Sterkrader und Ruhrorter Betriebe. Unmittelbar vor seiner Pensionierung (1904) hatte er als Nachfolger Carl Luegs ein Jahr lang den Vorsitz des Vorstandes der Gutehoffnungshütte AV inne.
Als Leiter des Maschinenbaus in Sterkrade übernahm J. die Tradition seiner Vorgänger Ernst Merker, Friedrich Kesten und Carl Beindorff. Zu Anfang der 1880er Jahre führte er die Kettenfabrikation – vorher wurden Ketten fast ausschließlich aus England bezogen – in seinem Betrieb ein. Unter ihm wurden darüber hinaus die Brückenbau-Abteilung sowie das Hammer- und Preßwerk neu eingerichtet. Auch verbandspolitisch war J. aktiv. 1890 gründete er mit Hermann Majert (1840–1924) und Theodor Sehmer (1847–1907) den Westdeutschen Maschinen-Verband und wurde dessen Vorsitzender. Als aus diesem 1892 der Verein deutscher Maschinenbau-Anstalten hervorging, wurde er dessen Stellvertretender Vorsitzender. Auch an der Gründung des Vereins deutscher Brücken- und Eisenbau-Fabriken (1904) war er beteiligt und wurde dessen Ehrenvorsitzender|

Auszeichnungen  
KR; Dr.-Ing. E. h. (TH Aachen 1914).

Literatur  
Matschoss, Technik, 1925, S. 129; B. Herzog, in: Blick ins Werk 4, 1967, S. 115 (Werks-Zs.); H. Junkers, Entwicklung u. Wachstum d. Stahl- u. Walzwerke Oberhausen u. Neu-Oberhausen 1880–90, Diss. Heidelberg 1970; Stahl u. Eisen, Nr. 11, 1918, S. 231 f.; DBJ II. |

Quellen  
Qu.: Hist. Archiv d. Gutehoffnungshütte AV, Oberhausen (P).

Autor  
Bodo Herzog
Empfohlene Zitierweise  

Herzog, Bodo, „Jacobi, Hugo“, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 230 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd136251323.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 10 (1974), S. 230

PND: 136251323
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Index

Jacobi, Hugo

Name: Jacobi, Hugo
Lebensdaten: 1834 bis 1917
Geburtsort: Osterfel bei Oberhausen
Sterbeort: Düsseldorf
Beruf/Lebensstellung: Ingenieur
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Herzog, Bodo
PND: 136251323

Weitere Informationen

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Jacobi, Hugo

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136251323

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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