<< Beit, Alfred
Bekk, Johann Baptist >>
Beit, Ferdinand
Chemiker,
* 27.7.1817 Hamburg,
† 1.4.1870 Hamburg.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Philipp Raphael (1787–1851), Tuchhändler in Hamburg,
S des Raphael Salomon und der Gella Israel;
M Philippine Feidel;
⚭ 1850 Johanna (1829–1915),
T des Bankiers Seligmann Ladenburg (1797–1873) in Frankfurt/Main, 1865 Mitbegründer und Präsident des Verwaltungsrats der Badischen Anilin- und Sodafabrik in Mannheim, und der Julie Goldschmidt;
S Karl (1851–1910, evangelisch getauft) und Gustav (1854–1927), bekannter Rennstallbesitzer, führten die väterliche Firma Beit &
Co. zu bedeutender Stellung im Salpetergeschäft, Eduard (1860–1933,
⚭ Hanna Lucie Speyer), Teilhaber der Bankhäuser Lazard-Speyer-Ellisen, Frankfurt/Main, und Speyer &
Co., New York, erhielt 1910 den erblichen Adel als Beit von Speyer;
N Alfred s. (1).
Leben ↑
Beit besuchte das Johanneum in Hamburg, das Polytechnikum Karlsruhe, studierte Medizin in München und erwarb in Berlin den medizinischen Doktorgrad. In Hamburg nahm er als Teilhaber der Firma R. L. Beit &
Co. die chemischtechnische Arbeit wieder auf und gründete gemeinsam mit seinem Bruder Siegfried die Chemie- und Farbenfabriken in Firma Beit &
Co., die gleichzeitig den Chemikaliengroßhandel betrieb. Seine Forschungsarbeiten befaßten sich mit Verbesserungen des Affinationsverfahrens mit dem Ziele der Ratio
|nalisierung der Arbeit einerseits und der Vermeidung der schädlichen Nebenwirkungen der Schwefelsäure andererseits. Von großer persönlicher Bescheidenheit, trat Beit in der Öffentlichkeit nur wenig hervor, so daß sich die Kenntnis der Bedeutung seiner Leistungen für die Entwicklung und Wirtschaftlichkeit des Gold- und Silberscheideverfahrens auf Fachkreise beschränkt.
Werke ↑
Üb. d. Preisdifferenz d. in d. Hamburger Bank ein- u. ausgehenden Silbers, 1845; 4.
Jber. d. Hamburger
Ver. gegen d. Tierquälerei, Abgestattet im Namen d. Vorstandes, 1846.
Literatur ↑
Schröder I, 1853. - Zu
Eduard: Wenzel, 1929;
Rhdb. I, 1930.
Portraits ↑
Phot. (Staatsarchiv Hamburg).
Autor ↑
Maria MöringEmpfohlene Zitierweise ↑
Möring, Maria, „Beit, Ferdinand“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
23 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135540704.html
Beit, Ferdinand
Name: Beit, Ferdinand
Lebensdaten: 1817 bis 1870
Geburtsort: Hamburg
Sterbeort: Hamburg
Beruf/Lebensstellung: Chemiker
Konfession: jüdisch?; evangelischer Sohn
Autor NDB:
Möring, MariaPND: 135540704