Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Hurka, Friedrich Franz     Hurter. >>

Hurlebusch, Conrad Friedrich

Komponist, ~ 30.12.1691 Braunschweig, 17.12.1765 Amsterdam.


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Heinrich Lorenz (* 1666), Vikar d. Stifts St. Blasii u. Organist an d. Kirchen St. Martini, St. Katharinen u. St. Aegidien in B., Komponist (s. Riemann).

Leben  
Die musikalische Ausbildung verdankte H. offensichtlich ausschließlich seinem Vater, der bei der Erziehung seines Sohnes von Buxtehudes und Reinckens Orgelmusik und den Klavierkompositionen der franz. Clavecinisten ausging. Nach Besuch der höheren Schule begab er sich auf eine mehrjährige Studien- und Konzertreise nach Wien und Italien. 1721 schlug er in Deutschland mehrere vorteilhafte Stellenangebote aus, wie überhaupt eine gewisse Unstetigkeit sein Leben kennzeichnete. 1723-25 wirkte er als Hofkapellmeister in Stockholm, anschließend in Bayreuth, Hamburg und Braunschweig. Erst 1743 fand er in Amsterdam als Organist an der Alten Kirche seine Lebensstellung. – Der Schwerpunkt von H.s Schaffen lag auf dem Gebiet der Klaviermusik und der Odenkomposition. In seinen Suiten und Sonaten bevorzugte er eine moderne freistimmige Schreibweise, die nach ital. Vorbildern formal dem Reihungsprinzip verpflichtet ist. Die Harmonik ist meist abwechslungsreich gestaltet. Ohne größere technische Schwierigkeiten, sind alle diese Stücke für den musikalischen Liebhaber bestimmt. Seine 72 Oden erfreuten sich einer gewissen Beliebtheit. In ihrer harmonisch und melodisch schlichten Gestalt und ihrer meist sorgfältigen Textdeklamation verkörpern sie das Liedideal der Zeit. Von den wenigen sonstigen Werken wurde seine Vertonung des 150. Psalms hochgeschätzt. Mit den in jungen Jahren begonnenen Opern fand er keinen Anklang.
H. gehört zu den zahlreichen Organisten seiner Generation, deren Schaffenstrieb sich in einer liebenswerten Kleinkunst erschöpfte.

Literatur  
ADB 13; J. Mattheson, Grundlage e. Ehrenpforte, 1740, Neudr. 1910, hrsg. v. M. Schneider; M. Seiffert, in: Tijdschr. d. Vereeniging voor Nederlandsche Muziekgeschiedenis 7, 1904; MGG VI (W, L); Riemann u. Erg.bd. (W, L).

Portraits  
in: Die Musik Hamburgs im Za. J. S. Bachs, Ausstellungskat., hrsg. v. E. Krause, 1921.

Autor  
Lothar Hoffmann-Erbrecht
Empfohlene Zitierweise  

Hoffmann-Erbrecht, Lothar, „Hurlebusch, Conrad Friedrich“, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 77 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118708236.html

ADB-Artikel

<<  Hurka, Friedrich Franz      Hürlimann, Magister Johann >>

Hurlebusch, Konrad Friedrich

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Hurlebusch: Konrad Friedrich H., ein vortrefflicher Musiker des 18. Jahrhunderts, geb. zu Braunschweig, woselbst sein Vater Organist war. Schon im J. 1715 ließ er sich in Hamburg, Wien und anderen Städten als Claviervirtuose hören, so daß er wol zu Ende des 17. Jahrhunderts geboren sein muß. 1723 hatte er sich bereits den Ruf eines "fürtrefflichen Componisten, sonderlich im Kammer- und Theater-Styl und in der Musica, practica" erworben, wie der scharfe Kritiker Mattheson (Critica musica 1723, p. 319) schreibt. H.|nahm zeitweise eine feste Stellung an diesem und jenem Hofe an, so in Baiern, dann in Schweden, doch nirgends hielt er es lange aus. Konrad Wohlgemuth schreibt 1762 über ihn: "H. hat große Verdienste, aber sein Charakter verdirbt sie." Endlich fand er um 1745 an der reformirten alten Kirche in Amsterdam einen Posten als Organist, wo er ganz sich selbst leben konnte und noch 1762 alt und krank gelebt haben soll. Von seinen Compositionen haben sich einige Lieder und zwei Hefte mit Clavierstücken erhalten, während die Opern, die er in den J. 1722—27 schrieb, verloren gegangen zu sein scheinen. Obige Compositionen, die sich auf der königlichen Bibliothek in Berlin finden, zeichnen sich durch eine glückliche Erfindungsgabe und gewandte Darstellung aus, wenn ihnen auch die Tiefe seines Zeitgenossen Seb. Bach's abgeht.

Autor  
Rob. Eitner.
Empfohlene Zitierweise  

Eitner, Robert, „ Hurlebusch, Konrad Friedrich“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 13 (1881), S. 429-430 unter Hurlebusch, Konrad Friedrich [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118708236.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 10 (1974), S. 77
ADB 13 (1881), S. 429-430 unter Hurlebusch, Konrad Friedrich

PND: 118708236
Artikel drucken

Index

Hurlebusch, Conrad Friedrich

Name: Hurlebusch, Conrad Friedrich
Namensvariante: Hurlebusch, Konrad Friedrich
Lebensdaten: 1691 bis 1765
Sterbeort: Amsterdam
Beruf/Lebensstellung: Komponist; Musiker
Konfession: keine Angabe
Autor NDB: Hoffmann-Erbrecht, Lothar
Autor ADB: Eitner, Robert
PND: 118708236

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Hurlebusch, Conrad Friedrich

PND
118708236

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika
Bayerisches Musikerlexikon Online (BMLO)

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope