<< Abel, Karl August von
Abel, Hans Karl >>
Abel
Kölner Künstlerfamilie, 16. Jahrhundert.
| Leben
| Literatur
| Autor
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Leben ↑
Florian (
† 14.5.1565 Prag?) war lange in Prag tätig. Er fertigte die Werkzeichnungen für das Grabmal des Kaisers Maximilian in der Hofkirche zu Innsbruck. 1561 wurde mit ihm und seinen Brüdern ein Vertrag über die Werkzeichnungen geschlossen, die volle zehn Jahre bindend für die Arbeiten am Grabmal wurden (Zeichnung: Kunsthistorisches Museum Wien). Er hielt sich in den Vorzeichnungen des Gesamtentwurfs an die deutsche Renaissancemalerei seiner Zeit. Seine Brüder
Bernhard (
† 13. [?] 10.1563) und
Arnold (
† 14.2.1564) übernahmen nach dem Vertrag von 1561 für das Maximiliangrabmal 24 Reliefzeichnungen zur Ausführung, deren Einzelentwürfe nicht mehr vorhanden sind. Der Mechelner Skulpteur Alexander Collins, der 1562 in die Dienste der Brüder Abel trat, erhielt bei deren Tode die Ausführung der Reliefs. Nur drei waren fertiggestellt, von denen die Brüder Abel nur eines ohne Collins' Hilfe ausführten (Schlacht von Vicenza).
Literatur ↑
ADB I;
D. Ritter
v. Schönherr,
Gesch. d. Grabmals Kaiser Maximilians I., in:
Jb. d.
Kunsthist. Slgg. d. Allerhöchsten Kaiserhauses XI, 1890, XIV, 1893;
H. Hammer, Der Bildhauer
A. v. Mecheln. Wien 1921. S. 6;
F. Noack, Das Deutschtum in Rom I, 1927, S. 138;
V. Oberhammer, Die Bronzestandbilder d. Maximiliangrabmales, Innsbruck 1935, S. 68-73;
ThB;
Bénézit I, 1948.
Autor ↑
Margarete Braun-RonsdorfEmpfohlene Zitierweise ↑
Braun-Ronsdorf, Margarete, „Abel“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
10
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd138044252.html
<< Abel, Der heilige
Abel, Caspar >>
Abel, Kölner Künstlerfamilie
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Abel:
Bernhard
und
Arnold
A.
,
Bildhauer, und
Florian
A.
,
Maler, von Köln, drei Brüder, thätig in der Mitte
des 16. Jahrhunderts Bernhard und Arnold befanden sich 1561 zu
Wien, wo sie für den kaiserlichen Hof gearbeitet
|hatten. Am 28. April 1561 unterzeichneten sie dort einen
Contract zur Ausführung des so lange unvollendeten Grabmals Kaiser
Maximilians I. in der Hofkirche zu
Innsbruck, wohin sie im Mai abreisten. Die Zeichnungen zu den
Reliefbildern hatte ihr Bruder Florian, der sich in Prag aufhielt,
über nommen. Bernhard ging von Innsbruck nach Salzburg zur
Marmorgewinnung, Arnold nach Italien theils zu demselben Zwecke,
theils um die Antike zu studiren. Mitte Decembers erschienen beide
wieder in Innsbruck, brachten aber ihr Werk nicht vorwärts, obwol
sie von der Regierung mit allem Nöthigen versehen und die
Zeichnungen von ihrem Bruder eingetroffen waren. Im Juni 1562
hatten sie erst "den vierten Theil
einer
Historie possirt". Sie waren in Folge ihres unordentlichen Lebens
noch zudem in eine schwere Krankheit gefallen. Im J. 1563 werden
folgende Gehilfen in ihrer Werkstätte erwähnt, die der Bildhauer
"Marx Müller" von Antwerpen geschickt zu haben scheint: Franz
Willems, Hans Ernhofer und Michael von der Vecken. Bernhard starb
Ende Dec. 1563 oder Anfangs Jan. 1564; Arnold folgte ihm bereits
im Februar ins Grab. Ihre Thätigkeit an dem Grabmal war eine sehr
geringe. Nach dem Promemoria des Sohnes von Alexander Collin zu
schließen, hätten sie blos drei der Reliefs angefangen, aber
keines fertig gemacht. Trotzdem hatten sie eine Menge von Geldern
von der Regierung verlangt und erhalten, vom 19. Febr. bis 27.
Nov. 1563 noch 1200 Gulden. Ihr Nachfolger war der genannte
Alexander Collin, Bildhauer von Mecheln in Brabant. — Florian
A.
, der Maler, war, wie wir gesehen, der
Urheber der Zeichnungen für die Reliefbilder, nach denen nicht
blos seine Brüder, sondern auch Collin arbeitete. Er hielt sich
lange Zeit in Prag auf. Näheres über ihn ist aber noch nicht
ermittelt. — (D. Schönherr in Meyer's Künstlerlexikon.)
Autor ↑
W. Schmidt.
Empfohlene Zitierweise ↑
Schmidt, W., „Abel, Kölner Künstlerfamilie“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
11-12
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd138044252.html?anchor=adb