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Beigel, Georg Wilhelm Sigismund
Leben
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Leben ↑
Beigel: Georg Wilhelm Sigismund B., geb. 25. Sept. 1753 zu Ippersheim b. Windsheim in Franken, studirte zu Altdorf und Leipzig, promovirte
|daselbst 1779, ward 1786 Legationssecretär in kursächsischen Diensten und verlebte, der Münchener Gesandtschaft zugetheilt, viele Jahre in München, wo er Mitglied der Akademie ward und in Abwesenheit des Gesandten die Stelle eines Geschäftsträgers vertrat. Im J. 1802 kehrte er nach Dresden zurück, ward Legationsrath, 1804 geheimer Cabinetssecretär, als welcher er den Kurfürsten auf Reisen zu begleiten hatte. Nach des Oberbibliothekar Dasdorf's Tode erhielt er dessen Stelle 13. Jan. 1813. Ein Gehörleiden und Gedächtnißschwäche machten ihn menschenscheu. Er ward den 11. Nov. 1826 in Ruhestand versetzt und starb ganz geistesschwach den 25. Jan. 1837. Seine geistige Abstumpfung schrieb man dem vielen Rechnen zu, das er als eifriger Mathematiker unausgesetzt getrieben hatte. Er hat sehr werthvolle Abhandlungen zu Bode's "Astronomischen Jahrbüchern", v. Zach's "Monatlichen Correspondenzen", in Bezug auf orientalische Sprachen in Adelung's "Mithridates", in die "Fundgruben des Orients" und gute Recensionen in die "Hallesche Litter.-Zeitung" etc. geliefert. Eine hydrostatische und stereometrische Bestimmung des farnesischen Congius im Dresdener Antiken-Cabinet ist ebenfalls seine Arbeit. — Vgl. N. Nekrolog XV. (1837) S. 146.
Autor ↑
Gautsch.Empfohlene Zitierweise ↑
Gautsch, „Beigel, Georg Wilhelm Sigismund“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
291-292
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116112077.html?anchor=adb
Beigel, Georg Wilhelm Sigismund
Name: Beigel, Georg Wilhelm Sigismund
Lebensdaten: 1753 bis 1837
Beruf/Lebensstellung: Mathematiker; sächsischer Diplomat
Konfession: evangelisch?
Autor ADB:
GautschPND: 116112077