<< Fanti, Gaetano
Farensbach, Wolmar >>
Fardely, William
Telegrapheningenieur,
* 16.2.1810 Ripon (Grafschaft York),
† 26.6.1869 Mannheim. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V William (
† 1831), aus London, Sprachlehrer;
M Maria Anna Josepha (
† 1832),
T d.
GR Korbach in Koblenz;
Tante-m Katharina (
⚭ Joh. Adam Itzstein,
† 1855,
bad. Politiker, s.
ADB XIV); ledig.
Leben ↑
Fardely gehört zu den Wegbereitern der elektrischen Telegraphie. 1820 kam er nach Mannheim. 1840-42 hatte er in London Gelegenheit, die Telegraphen von Cooke und Wheatstone im Eisenbahndienst kennen zu lernen. Nach seiner Rückkehr nach Mannheim entwickelte er einen Zedgertelegraphen, den er 1844 bei der Taunusbahn zwischen Kastel und Wiesbaden einführte. Als erster auf dem europäischen Kontinent benutzte er die Erde zur Rückleitung. Fardelys einfach konstruierter Zeigerapparat fand 1846/47 bei der Sächsisch-Schlesischen und Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn Eingang. 1851 wurde unter seiner Leitung die Telegraphenlinie von Neunkirchen nach Ludwigshafen gebaut. Fardely beteiligte sich an der Entwicklung der Relaisübertragung und an der Verbesserung der galvanischen Elemente.
Werke ↑
Die Galvanoplastik, 1842;
Die elektr. Telegraphie mit
bes. Berücksichtigung ihrer
prakt. Anwendung f. d. gefahrlosen u. zweckmäßigen Betrieb d. Eisenbahnen, 1844;
Der Zeigertelegraph f. d. Eisenbahndienst, 1856.
Literatur ↑
ADB 48
(L);
Mannheimer Gesch.bll., 1901,
Nr. 6,
Sp. 141 f., 1903,
Nr. 1,
Sp. 19,
Nr. 6,
Sp. 151, 1918,
Nr. 5/6,
Sp. 37 f.;
Telegrafenpraxis, 1929, S. 392;
E. Feyerabend, Der Telegraph
v. Gauß u. Weber im Werden d. elektr. Telegraphie, 1933, S. 129
ff. (P).
Autor ↑
Gustaf JacobEmpfohlene Zitierweise ↑
Jacob, Gustaf, „Fardely, William“,
in: Neue Deutsche Biographie
5
(1961), S.
24
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119237334.html
<< Faller, Franz Josef
Faesebeck, Georg Matthias Ferdinand >>
Fardely, William
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Fardely: William F., Erbauer der ersten elektromagnetischen Telegraphenanlage der Erde mit einem Draht, zugleich der ersten, dem praktischen Betrieb dienenden Eisenbahntelegraphenanlage des Continents. Geboren zu Ripon (Yorkshire) am 16. Februar 1810, † am 17. Februar 1869 zu Mannheim, wo er seit 1820 lebte. Seine Studienjahre ließen sich nicht ermitteln, weder in Heidelberg noch Karlsruhe kommt sein Name vor. 1840—42 war er in England und kommt als "Telegrapheningenieur" nach Mannheim zurück. 1844 baut er die 8,8 Kilometer lange Telegraphenlinie Wiesbaden-Kastel längs der Taunusbahn, die erste auf dem Festland, die erste mit einem Draht auf der ganzen Erde. Allein die Kosten verringerte
F. so von 1800 Gulden auf 80 Gulden für den Kilometer.
F. schrieb: "Galvanoplastik" (Mannheim 1842); "Elektrischer Telegraph" (ebd. 1844); "Zeigertelegraph" (ebd. 1856). Ein Oelgemälde von ihm und zwei seiner Zeigertelegraphen hat der Mannheimer Alterthumsverein. Die Stadt Mannheim setzt ihm auf seinem Grabe einen Denkstein.
Literatur ↑
Vgl. Mannh. Geschichtsblätter 1901 Nr. 6, 1903 Nr. 1 u. 6. — Bad. Gewerbe-Ztg., Mannh. 1902, Nr. 17. — Arch. f. Post u. Telegraphie, Berlin 1903, Nr. 9.
Autor ↑
F. M. Feldhaus.Empfohlene Zitierweise ↑
Feldhaus, Franz Maria, „Fardely, William“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
48
(1904), S.
497
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119237334.html?anchor=adb
Fardely, William
Name: Fardely, William
Lebensdaten: 1810 bis 1869
Geburtsort: Ripon (Grafschaft York)
Sterbeort: Mannheim
Beruf/Lebensstellung: Telegrapheningenieur
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Jacob, GustafAutor ADB:
Feldhaus, Franz MariaPND: 119237334
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Fardely, William
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119237334
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