<< Hoepner, Erich
Hör, Andreas >>
Höppler, Fritz
Kolloidchemiker,
* 29.4.1897 Cannewitz (Sachsen),
† 16.1.1955 Medingen (Sachsen). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Anton (1870–1926), Oberlehrer,
S d. Bergmanns
Frdr. Adolf in Freiberg;
M Martha Helene Ptaceck (1874–1945);
⚭ Dresden 1929 Elly (
* 1907),
T d. Bauarbeiters Richard Koch u. d. Berta Schubert; 1
T .
Leben ↑
Höppler studierte Chemie, Kolloidchemie und Instrumentenkunde an der Universität Leipzig, an der Hochschule für angewandte Technik Köthen und an der Technischen Hochschule Hannover. Nach seiner Tätigkeit in verschiedenen chemischen Betrieben war er seit 1927 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Firma Gebrüder Haake, Medingen, des jetzigen Volkseigener Betriebes Prüfgeräte-Werkes Medingen. – Höppler entwickelte eine kontinuierliche Technologie der Dextrinherstellung. Durch ein Druck-Wärme-Verfahren gelang ihm die Synthese zahlreicher neuer chemischer Produkte aus Kartoffelstärke, besonders die Isolierung des Natriumamylopektinglykolates aus Stärke. Seine Arbeiten an kolloidchemischen Problemen sowie an der Systematik und Nomenklatur der Viskosimetrie und Plastometrie sind grundlegend. Er war ein erfolgreicher Konstrukteur wissenschaftlicher Meßgeräte. Aus seinen chemischen Arbeiten ergaben sich Probleme, die zur Entwicklung des Höppler-Viskosimeters und des Ultra-Thermostaten führten. Mit diesen Apparaten begann die Fertigung feinmechanischer Geräte in Medingen. Es entstand ein Gerätewerk, dessen Produkte heute Weltruf genießen. In der Reihe der Meßgeräte entwickelte Höppler weiter Konsistometer, Rheo-Viskometer, Niederdruckpumpe, Kältespeicher und Athermanleuchte. Viele der patentierten Erfindungen Höpplers konnten wegen seines frühen Todes nicht mehr verwirklicht werden. Nach dem 2. Weltkriege suchte Höppler durch Herstellung von Eiweißprodukten den Hungermangelkrankheiten der Bevölkerung zu begegnen. Er war damals als Betriebsleiter des Medinger Werkes eingesetzt
|Auszeichnungen ↑
Goldmedaille auf der
Internat. Wasserbau-Ausstellung Lüttich (1934), Verdienter Erfinder (
DDR 1951).
Werke ↑
Weitere W u. a.
Zähigkeitsmessung flüssiger Stoffe u. e. neues Universal-Viskosimeter, in: Chemiker-
Ztg. 57, 1933;
Ultra-Amylopektin (Natriumamylopektinglykolat), neuer Austauschstoff f. hochquellfäh. Naturkolloide,
ebd. 67, 1943;
Excentr. Fall
v. Kugeln in Hohlzylindern mit Flüssigkeiten
od. Gasen, in:
Zs. f.
techn. Physik 14, 1933;
Viskosimetr. Verhalten konzentrierter Dextrinlösungen, in: Gelatine, Leim, Klebstoffe 7, 1939;
Das
H.-Konsistometer, Beschreibung, Anwendung u. Handhabung, zugl. e. Einführung in d. Systematik u. Nomenklatur d. Viskosimetrie, Plastometrie u. Elastometrie, 1940;
Rheolog. u. elastometr. Messungen an Kautschukprodukten, in: Kautschuk 17, 1941;
Drucklyosorption, in: Kolloid-
Zs. 97, 1941;
Plastizität d. Eises,
ebd.;
Zur
Gesch. d. Viskosimetrie,
ebd. 98, 1942;
Struktur u. Quellungsmechanismus d. Stärkekörner,
ebd. 101, 1942;
Viskosität, Plastizität, Elastizität u. Kolloidik d. Bitumina, in: Öl u. Kohle 37, 1941;
Neuere Messung d. Zähigkeit d. Wassers, in:
Zs. f. angew. Physik 4, 1952.
Literatur ↑
Dechema-
Monogr. 17, 1950, S. 173
(P);
K. Demuth, in: Erfindungs- u. Vorschlagswesen 1, 1952;
Pogg. VII a.
Autor ↑
Elly HöpplerEmpfohlene Zitierweise ↑
Höppler, Elly, „Höppler, Fritz“,
in: Neue Deutsche Biographie
9
(1972), S.
351
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd139931090.html
Höppler, Fritz
Name: Höppler, Fritz
Lebensdaten: 1897 bis 1955
Geburtsort: Cannewitz (Sachsen)
Sterbeort: Medingen (Sachsen)
Beruf/Lebensstellung: Chemiker; Kolloidchemiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Höppler, EllyPND: 139931090