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Heusinger von Waldegg, Edmund >>
Heusinger von Waldegg
Heusinger von Waldegg
(evangelisch)
Leben ↑
Drei Brüder Heusinger aus Lanzendorf bei Bayreuth erhielten 1651 den Reichsadelsstand als „Heusinger von Waldegg“. Die Nachkommen waren zum Teil Offiziere und Geistliche. 1814 erlosch diese Familie, die sich zuletzt „von Waldeck“ genannt halte.
Um 1750 nahm Gottlieb Hieronymus Werner Heusinger von Waldegg (siehe unten) ohne Berechtigung den Namen „Heusinger von Waldegg“ und das Wappen der fränkischen Familie an, dessen Enkel Conrad (siehe unten) erhielt 1846 die nassauische Genehmigung zu dieser Namensführung, dessen Sohn
Edmund (1817–1886) war Eisenbahntechniker und Erfinder. Sie gehörten zu einer der drei alten Pfarrerfamilien, die wahrscheinlich eines Stammes sind (aus Eisfeld in Thüringen).
Aus der zweiten Pfarrerfamilie stammen
Johann Michael Heusinger von Waldegg (1690-1751), Gymnasialprofessor in Gotha und Eisenach, Herausgeber lateinischer Schriftsteller (siehe
ADB XII;
Pogg. I),
Conrad Heusinger von Waldegg (1752-1820), seit 1790 Direktor des Katharineums in Braunschweig, Herausgeber und Übersetzer von lateinischen Schriftstellern (unter anderem Livius, 1821, siehe
ADB XII),
Johann Heusinger von Waldegg (1769-1846), Miniatur- und Porträtmaler, Zeichner für die Berliner Porzellanmanufaktur, Zeichenlehrer von Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) und Prinz Wilhelm (Kaiser Wilhelm I.) (siehe
ThB),
Eduard Heusinger von Waldegg (1792-1884), Schriftsteller (siehe
Brümmer),
Karl Friedrich von Heusinger von Waldegg (1792-1883), Professor der Medizin (siehe
ADB 50;
BLÄ), und die Brüder
Adolf Heusinger von Waldegg (
* 1897), Generalinspekteur der Bundeswehr 1957-1961, und
Bruno Heusinger von Waldegg (
* 1900), Präsident des Bundesgerichtshofs 1960–68.
Zur dritten Pfarrerfamilie gehört unter anderem
Johann Heinrich Gottlieb Heusinger von Waldegg (
* 30.7.1767,
† 1837), Professor beim Kadettenkorps in Dresden, Verfasser von pädagogischen und philosophischen Schriften. (siehe
ADB XII; A. Teuscher, Johann Heinrich Gottlieb Heusinger von Waldegg als Pädagoge, 1911;
Kosch, Lit.-Lex.).
Heusinger von Waldegg, Edmund