<< Reginhard von Abenberg
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Reginlind(e)
Herzogin von Schwaben,
† 18./19./20.8.958 oder danach,
⚰ Kloster Einsiedeln.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Waltfrid (?);
M Gisela, aus d.
Geschl. d. Unruochinger (?);
⚭ 1) vor 911 Burchard I.,
Hzg. v. Schwaben (
† 926), aus d.
Geschl. d. Hunfridinger (s.
NDB III), 2) nach 926 Hermann I.,
Hzg. v. Schwaben (
† 949), aus d.
Geschl. d. Konradiner (s.
NDB VIII); 1
S aus 1) Burchard II.,
Hzg. v. Schwaben
|(
† 973), 2
T aus 1) Bert(h)a (
† um 961,
⚭ 1] 921/22 Rudolf II.,
Kg. v. Burgund,
† 937, 2] 937 Hugo,
Kg. v. Italien,
† 947), Gisela, 1
T aus 2) Ita (932/34-986,
⚭ 947/48 Liudolf,
Hzg. v. Schwaben, 930/31-957, s.
NDB XIV);
E Adelheid (um 931–999,
⚭ 951
Kg. Otto I.
d. Gr., 912-973, seit 962 Kaiser, s.
NDB XIX), Kaiserin (s.
NDB I).
Leben ↑
Über ihre Mutter Gisela vermutlich den mit den Karolingern verwandten Unruochingern entstammend, spielte
R. als Gemahlin zweier Schwabenherzöge eine bedeutsame Rolle im Südwesten des frühotton. Reiches. Mit
Hzg. Burchard I. gründete sie zwischen 918 und 926 das Kloster
St. Margarethen in Waldkirch; in den 30er Jahren war sie neben
Hzg. Hermann I. maßgeblich an der Stiftung des Klosters Einsiedeln beteiligt, das sie zusammen mit ihrem Sohn, dem späteren Schwabenhzg. Burchard II., mit umfangreichem Besitz am Zürichsee ausstattete. Mehrere Zeugnisse lassen
R. in enger Verbindung mit dem
hzgl. Vorort Zürich erscheinen: 929 war sie an einem Hörigenaustausch zwischen ihrem dortigen Hof und dem Chorherrenstift
St. Felix und Regula beteiligt, und 955 schloß sie zusammen mit dem Zürcher Vogt Burkhard einen Vertrag mit den Bewohnern von Uri. 952 intervenierte sie in einer Schenkungsurkunde
Kg. Ottos I., des Gemahls ihrer Enkelin Adelheid, für das Fraumünster in Zürich. Allem Anschein nach stand
R. diesem Konvent und auch dem Säckinger Frauenkloster als Laienäbtissin vor und wirkte so in der Tradition von Frauen des
karoling. Hauses. Letztmals 958 als Adressatin einer Schenkung Ottos I. erwähnt, zog sich
R. gegen Ende ihres Lebens in ihre Residenz auf der dem Kloster Säckingen gehörenden Insel Ufenau im Zürichsee zurück und gründete dort eine Peterskirche.
R. fand vielerorts Eingang in das liturgische Gedenken: Im Reichenauer und
St. Galler Verbrüderungsbuch ist sie mit
Hzg. Burchard I.,
bzw. mit ihrer Familie eingetragen; ihren Todestag vermerkten das Kloster Einsiedeln, wo sie ihre letzte Ruhe fand, ferner die Reichenau und die Frauenklöster Waldkirch und Lindau. Es zeugt von der Nähe
R.s zur otton. Familie, daß ihr Name auch im Essener Nekrolog und im Merseburger Totenbuch verzeichnet worden ist.
Literatur ↑
H. Keller, Kloster Einsiedeln im otton. Schwaben, 1964;
H. Maurer, Der
Hzg. v. Schwaben, 1978;
D. Geuenich, Die Frauengemeinschaft des coenobium Sichingis im X.
Jh., in: Frühe Kultur in Säckingen, 1991, S. 55-69;
G. Althoff. Amicitiae u. Pacta, Bündnis, Einung,
Pol. u. Gebetsgedenken im beginnenden 10.
Jh., 1992;
Gesch. d.
Kt. Zürich, I, 1995;
R. Rappmann u. A. Zettler, Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft u. ihr Totengedenken im frühen
MA, 1998;
H. Steiner, Alte Rotuli neu aufgerollt, Qu.krit. u.
landesgesch. Unterss. z. spätkaroling. u. otton. Zürich, 1998;
Hdb. d. baden-
württ. Gesch. I/1, 2001;
Helvetia Sacra III/1, 1;
LThK3.
Autor ↑
Thomas ZotzEmpfohlene Zitierweise ↑
Zotz, Thomas, „Reginlind“,
in: Neue Deutsche Biographie
21
(2003), S.
267-268
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136195172.html
Reginlinde
Name: Reginlinde
Namensvariante: Regilinde
Namensvariante: Reginlind
Lebensdaten: erwähnt 926, gestorben nach 957 oder 959
Beruf/Lebensstellung: Herzogin von Schwaben
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Zotz, ThomasPND: 136195172