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<< Heselloher, Hans

Heske, Franz

Forstwissenschaftler, * 3.7.1892 Frauenberg Kreis Budweis, 7.3.1963 Hamburg. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Franz (1857–1926), Dr. h. c., Fürstl. Schwarzenberg. Forstdir.; M Maria Wacha; 1920 Maria Krasny; 1 S, 3 T.

Leben  
Nach Forststudium an der Hochschule für Bodenkultur in Wien und Teilnahme am 1. Weltkrieg war Heske 1919-27 im praktischen Forstdienst des Fürsten Schwarzenberg in Böhmen, Österreich und Bayern tätig. Schon früh interessierte ihn die Forstwirtschaft in fernen Ländern. 1924 in Wien habilitiert, studierte er 1927 tropische Forstwirtschaft in Oxford und war bis 1928 forstlicher Berater eines Fürsten in Brilisch-Indien. 1929 an die Forstliche Hochschule (Abteilung der Technische Hochschule Dresden) auf den Lehrstuhl für Forsteinrichtung berufen, begründete er 1930 dort ein zunächst privates „Institut für Ausländische und Koloniale Forstwirtschaft“, das 1940 als „Reichsinstitut“ nach Reinbek bei Hamburg überführt wurde. Daraus entstand nach dem 2. Weltkrieg, in enger Verbindung mit der Universität Hamburg, die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, eine besondere Institution in Deutschland zur Forschung und Lehre für die internationale Forst- und Holzwirtschaft.
Heske trat ideenreich und unermüdlich für die grundsätzlichen Fragen und die Förderung der „Weltforstwirtschaft“ ein, wofür er die gleichnamige Zeitschrift (1933–55) herausgab. Auch der seit 1951 erscheinende „Weltforstatlas“ wurde von ihm begründet. Viele Reisen führten Heske in verschiedene Länder Afrikas, des Vorderen Orients und nach den USA. In mehr als hundert Veröffentlichungen hat er seine Erfahrungen und Ansichten über die Forstwirtschaft in verschiedenen Ländern der Welt niedergelegt und dabei insbesondere die vielseitigen Funktionen des Waldes betont.
Er lehrte 1940-56 an der Universität Hamburg und dazwischen 1950-53 an der Universität Istanbul. Nach seiner Emeritierung war er 1957-61 Berater und „Generalforstmeister“ der Regierung von Äthiopien.

Werke  
Im hl. Lande d. Ganges-Quellen, 1936; German Forestry, 1938; Besitz u. Verpflichtung, ein Btr. d. Waldwirtsch. z. soz.ökonom. Problematik unserer Zeit, 1950; Erkenntnisse u.Erfahrungen z. forstl. Bodenbenutzung d. Entwicklungsländer am Beispiel v. Äthiopien, 1966.

Literatur  
J. Weck, in: Forstarchiv, 1962, H. 9, S. 187 (P).

Autor  
Claus Wiebecke
Empfohlene Zitierweise  

Wiebecke, Claus, „Heske, Franz“, in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 746 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119201771.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 8 (1969), S. 746

PND: 119201771
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Index

Heske, Franz

Name: Heske, Franz
Lebensdaten: 1892 bis 1963
Geburtsort: Frauenberg Kreis Budweis
Sterbeort: Hamburg
Beruf/Lebensstellung: Forstwissenschaftler
Konfession: katholisch
Autor NDB: Wiebecke, Claus
PND: 119201771

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Heske, Franz

PND
119201771

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