<< Alberti, Conrad
Alberti, Valentin >>
Alberti (Norimbergensis), Salomon
Arzt,
* 30.9.1540 Naumburg,
† 29.(?)3.1600 Dresden.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johannes Alberti (
† 1542), Ingenieur, Baumeister in Naumburg und seit 1541 in Nürnberg;
M Anna,
T des Bürgermeisters Kolbel in Naumburg;
⚭ 1) Ursula Burenius, 2) Magdalena Kentmann.
Leben ↑
Die Stadt Nürnberg ermöglichte Alberti seit 1560 das medizinische Studium an der Universität Wittenberg, wo er dann als Professor der Physik (1575) und der Medizin (1577) besonders Anatomie lehrte; seit 1592 war er kurfürstlicher Leibarzt in Dresden. Alberti gehörte zu den deutschen Ärzten, die die von Andreas Vesal begonnene Erneuerung an Anatomie fortsetzten. Er stand in Ansehen durch Einzeluntersuchungen, so über die Venenklappen, über die bereits der italienische Anatom Fabricius ab Aquapendente geschrieben hatte, und über den Tränenapparat, sowie durch sein mehrfach aufgelegtes Lehrbuch der Anatomie.
Werke ↑
u. a. Oratio de studio doctrinae physicae. 1575; Disputatio de lacrimis, Wittenberg 1581; Historia plerarumque partium humani corporis, ebenda 1585.
Literatur ↑
ADB I;
W. Friedensburg,
Gesch. d.
Univ. Wittenberg. 1917;
BLÄ I, 1929.
Portraits ↑
Kupf. v. J. W. Meil (Veste Coburg); Silbermedaille
v. T. Wolff,
Staatl. Münzslg. München,
Abb. in G. Habich, Die
dt. Schaumünzen d. 16. Jh.s, 1929 ff.
Autor ↑
Magnus SchmidEmpfohlene Zitierweise ↑
Schmid, Magnus, „Alberti, Salomon“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
141-142
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100006353.html
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Alberti, Valentin >>
Alberti, Salomon
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Alberti: Salomon
A.
, Arzt, geb. in Naumburg
im Oct. 1540, † 28. März 1600. Nach noch nicht vollendetem
ersten Lebensjahre übersiedelte er mit seinen Eltern nach
Nürnberg, wo sein Vater schon ein Jahr darnach starb. Bei den sehr
beschränkten Mitteln, in welchen die Mutter zurückblieb, nahm sich
der Rath der Stadt des Knaben an, sorgte für seinen Unterhalt und
seine Schulbildung und ermöglichte es ihm, im J. 1560 behufs
medicinischer Studien die Universität Wittenberg zu beziehen. Erst
1574 disputirte
A.
hier pro doctoratu, wurde 1575
zum Professor der Physik und 1577 zum Professor der Medicin
ernannt, in welcher Stellung er 17 Jahre thätig blieb; 1592 folgte
er einem Rufe des Herzogs Friedrich Wilhelm, Administrators der
kursächsischen Lande, als kurfürstlicher Leibarzt in Dresden und
bekleidete diese Stelle bis zu seinem Tode. —
A.
nimmt unter den verdienstvollsten deutschen Anatomen
des 16. Jahrhunderts einen ehrenvollen Platz ein; er war nicht
nur, wie viele seiner Amtsgenossen, bemüht, sich die großen
Leistungen der italienischen Anatomen zu eigen zu machen, sondern
er benützte in gewissenhafter Weise die, wie er selbst klagt, ihm
sehr sparsam gebotene Gelegenheit zu eigenen Untersuchungen, wofür
seine für jene Zeit vortreffliche Arbeit über den Thränenapparat
("Disp. de lacrimis", Wittenberg 1581. 4)
und sein vielfach edirtes, lange Zeit hindurch hochgeschätztes
Compendium der Anatomie ("Historia plerarumque
partium corporis humani", Wittenberg 1583 u. o., erweitert
das. 1602 mit eigenen, allerdings etwas rohen Holzschnittten)
Zeugniß ablegen. Ein Verzeichniß seiner anatomischen und ziemlich
bedeutungslosen pathologischen Schriften findet sich in Biogr. med. I. 109. Er war auch ein guter
lateinischer Dichter.
Literatur ↑
Leichenpredigt und Lebenslauf von Pol. Leyser. Wittenberg
1601.
Autor ↑
Aug. Hirsch.
Empfohlene Zitierweise ↑
Hirsch, August, „Alberti, Salomon“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
215
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100006353.html?anchor=adb
Alberti, Salomon
Name: Alberti, Salomon
Namensvariante: Norimbergensis, Salomon
Lebensdaten: 1540 bis 1600
Geburtsort: Naumburg
Sterbeort: Dresden
Beruf/Lebensstellung: Arzt; Anatom
Konfession: evangelisch?
Autor NDB:
Schmid, MagnusAutor ADB:
Hirsch, AugustPND: 100006353