<< Adolf von Egmond
Adolf II. >>
Adolf I.
Graf von Holstein,
† 13.11.1128, begraben Minden.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus dem Geschlecht der Grafen von Schauenburg (Stammburg im Wesertal);
V Adolf;
⚭ Hildewa;
S Adolf II., Härtung (gefallen Chlumetz/Böhmen).
Leben ↑
Adolf wurde wahrscheinlich 1111 vom sächsischen Herzog Lothar von Supplinburg mit der Grafschaft Holstein belehnt. Diese umfaßte damals nur den Holsten- und den Stormarngau, noch nicht Dithmarschen und das Gebiet der wagrischen Wenden, das heutige Ostholstein. Unter dem Schutz Lothars wußte Adolf sich mit Umsicht zu behaupten zwischen den Wagriern und den Dänen, vertreten durch den Prinzen Knud La
|ward, der in Schleswig herrschte. Als nach dem Aussterben der Wagrierfürsten Knud auch die Herrschaft über Wagrien an sich gerissen und auf dem Alberg (bei der späteren Stadt Segeberg), der beherrschenden Höhe an dem Punkte, an dem die Gebiete der drei Herrschaftsbereiche zusammenstießen, eine dänische Befestigung angelegt hatte, beseitigte Adolf durch einen Handstreich diese Bedrohung seiner Grafschaft. Mit ihm kam das Haus Schauenburg nach Holstein.
Literatur ↑
ADB I;
G. Schmidt, Die alte
Gfsch. Schaumburg, 1920;
V. Pauls-O. Scheel (
Hrsg.),
Gesch. Schleswig-Holsteins III, 1. Lieferung, 1939;
O. Brandt,
Gesch. Schleswig-Holsteins,
41949.
Autor ↑
Heinz MaybaumEmpfohlene Zitierweise ↑
Maybaum, Heinz, „Adolf I.“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
77-78
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135978904.html
<< Adolf, Adolphus
Adolf II. >>
Adolf I.
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Adolf I.: Graf von
Holstein, aus einem Geschlechte, das zuerst
auf der Schauenburg im Weserthale bei Rinteln hervortritt, ward
1110 von Lothar von Suplinburg, dem Herzog von Sachsen, mit der
Grafschaft Holstein-Stormarn belehnt. Dieselbe, damals nur noch
den mittleren Haiderücken des jetzigen Holstein umfassend, hatte
im Westen die freiheitstolzen Dithmarschen, im Norden die
thatlustigen Dänen, im Osten den räuberischen und heidnischen
Slavenstamm der Wagern zu Nachbarn. Von den ersteren trennten sie
die weiten Niederungen der Holsten- und der Gieel-Au, gegen die
Slaven bestand gelehnt an die Naturgrenze des Sventina-Thals und
seinen Fortsetzungen nach der Elbe zu die marca
Slavorum. Auf diesem vorgeschobenen Posten hat der neue Graf
A.
sich mit Umsicht und Klugheit benommen. Mit dem
wagrischen Fürsten Heinrich, der seine Herrschaft um die ganze
Westecke der Ostsee auszudehnen bestrebt war, hielt er
Freundschaft und Bündniß. Wiederholt leistete er ihm gegen die
ferner wohnenden Slavenstämme zwischen Elbe und Oder, besonders
aber gegen die gefürchteten Rugen auf ihrer schwer angreifbaren
Insel wirksamen Beistand. Nach Heinrichs Tode (1127) bewahrte
A.
seinen Söhnen Kanut und Sventepolk dieselbe Gesinnung.
Als aber der erstere ermordet und mit den gleichfalls gewaltsam
endenden Sventepolk und seinem Sohne Svineke das Geschlecht
Gottschalks ausstarb, ward von Kaiser Lothar die wagrische
Königswürde dem dänischen Prinzen Kanut Laward, dem Grenzhüter
oder Herzog zu Schleswig übertragen und nun änderte sich gegen den
vereinten Norden und Osten, obgleich auch Kanut die deutsche
Lehnshoheit anerkannte, doch Adolfs Stellung und Haltung. Dem
ersten Versuch eines Uebergreifens gegen seine Grafschaft trat er
sofort mit Entschlossenheit entgegen. Auf dem steilen Kalkfelsen
des Albergs, dessen Salzgehalt nach Ausweis des Namens der
damaligen Zeit bekannt gewesen sein muß, hatte Kanut eine Feste
errichtet.
A.
überfiel sie, nahm die Besatzung gefangen und
zerstörte die Werke. Unvermindert übergab er bei seinem Tode (1128
Nov. 13) die Grafschaft seinem Nachfolger.
|Literatur ↑
v. Aspern, Beiträge zur ältern Geschichte Holsteins. 1. Heft.
(Hamburg 1843.)
Autor ↑
Jansen.
Empfohlene Zitierweise ↑
Jansen, K., „Adolf I.“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
105 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135978904.html?anchor=adb
Adolf I.
Name: Adolf I.
Lebensdaten: erwähnt um 1111, gestorben 1128 oder 1130
Beruf/Lebensstellung: Graf von Holstein und Stormarn
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Maybaum, HeinzAutor ADB:
Jansen, K.PND: 135978904
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Adolf I.
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