<< Haringer, Jakob
Harkort. >>
Har(r)inger, Karl Franz Joseph
Maler und Architekt,
* um 1686 Wien (?),
† 12.3.1734 Olmütz. (katholisch)
Genealogie
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| Autor
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Genealogie ↑
⚭ Maria Barbara
N. N.; 2
S, 2
T , (alle früh
†).
Leben ↑
Nach einem Aufenthalt in Rom war Haringer seit 1716 zumeist in Olmütz tätig. An den konservativen Strömungen der italienischen Barockmalerei gebildet, schuf er vorwiegend Altarblätter in einer Helldunkel-Malerei mit warmem, meist bräunlich rotem Kolorit und stark plastisch behandelten nackten Körperteilen. Die Komposition ist auf Diagonalen und dekorativen Spirallinien aufgebaut. Die heftige Bewegung beschränkt sich oft nur auf die äußerliche Geste. Die Qualität seiner Bilder ist ungleichmäßig. – Haringer malte 1716/17 al fresco die Decke der Maria-Schnee-Kirche in Olmütz, und zwar im Presbyterium „Gemeinschaft der Heiligen" und „Maria in Gloria“, im Schiff „Geschichte von Maria-Schnee“. 1722 fertigte er für das Stift Dürnstein 6 Blätter für die Seitenaltäre (wovon 2 durch Gemälde von M. J. Schmidt 1767 ersetzt wurden), 1723 schuf er daselbst das Hochaltarblatt in der Stiftskirche, sodann Bilder, die Apostel, Propheten und andere Heilige darstellend. Von
|Haringer stammt ferner das Altarblatt der Johann-Nepomuk-Bruderschaft in der Pfarrkirche zu Stein a. d. Donau (1726). In Olmütz malte er 1728 in der Maria-Schnee-Kirche Blätter der Altäre der heiligen Josef, Aloisius (?), Barbara und des Schutzengels, in der ehemaligen Stiftskirche des Klosters Hradisch sind von ihm 2 Altarblätter (Johann Nepomuk und Johann Sarkander, 1733). – Von Haringers Tätigkeit als Architekt ist außer der Festdekoration anläßlich der Krönung des Marienbildes der Heiligenbergkirche bei Olmütz (Abbildung in: A. und J. Schmutzer, Enthronistikon Parthenion, Olmütz 1733) nichts bekannt. Seine Schüler waren Th. Supper und Johann Chr. Handke.
Werke ↑
Weitere W
Hl. Laurentius (Olmütz,
Gem.gal.);
Johannes d. Täufer (auf Holz,
ebd.);
4 Bilder aus d. Leben d.
hl. Norbert (Kiritein [Křtíny]
b. Brünn, Pfarrkirche);
Pieta u. Altarbild (
hl. Sebastian) (Schloß Kremsier [Kroměříž]).
Literatur ↑
A. Nowak, Kirchl. Kunstdenkmale in Olmütz, Olmütz 1890, S. 3 ff.;
A. Prokop, Die
Mgfsch. Mähren in kunstgeschichtl. Beziehung IV, 1904, S. 997, 1051, 1300;
J. Kachnik, Beschreibung u. Wertung d. Ölgem. u. Fresken in d. Garnisons-Kirche Maria Schnee zu Olmütz, Olmütz 1917;
J. Röder, Die Olmützer Künstler u. Kunsthandwerker d. Barock,
ebd. 1934, S. 71;
P. Toman, Nový slovník čs. výtvarných umělců I, Prag 1947, S. 296;
H. Kühnel, Forschungen
z. Kunstgesch.
v. Krems, in;
Mitt. d. Kremser Stadtarchives 3, 1963, S. 23 ff.;
Wurzbach VII;
ThB.
Autor ↑
Lubor MachytkaEmpfohlene Zitierweise ↑
Machytka, Lubor, „Haringer, Karl Franz Joseph“,
in: Neue Deutsche Biographie
7
(1966), S.
674 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137082991.html
Haringer, Karl Franz Joseph
Name: Haringer, Karl Franz Joseph
Namensvariante: Harringer, Karl Franz Joseph
Lebensdaten: um 1686 bis 1734
Geburtsort: Wien (?)
Sterbeort: Olmütz
Beruf/Lebensstellung: Maler; Architekt
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Machytka, LuborPND: 137082991