<< Becker, Rudolf Zacharias
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Becker, Valentin Eduard
Komponist und Dirigent,
* 20.11.1814 Würzburg,
† 25.1.1890 Würzburg.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Michael Eduard Becker, Armenpflegschaftssekretär;
⚭ 20.2.1843; 9
K.
Leben ↑
Becker war im Hauptberuf städtischer Beamter, zuletzt Stadtkämmerer (bis 1885). Der Musik widmete er sich nur nebenamtlich, doch mit dem Erfolg, daß ihm sein schöpferisches und praktisches Wirken auf dem Gebiet des Männergesanges weithin hohes Ansehen verschaffte. Von vornherein besonders am Chorwesen interessiert, erwarb er sich in seiner Vaterstadt als Gründer und Leiter mehrerer Gesangvereine große Verdienste. Als Komponist wurde Becker in der deutschen Sängerwelt sowie im Ausland vor allem durch zahlreiche Chorlieder bekannt und beliebt, nicht zuletzt durch Studentenlieder, mit denen er in den Deutschen Kommersbüchern rühmlich vertreten ist. Mehrere Gesänge wurden preisgekrönt. Auch in der heiteren Oper versuchte er sich mit Geschick, und zahlreiche Instrumental- und Kirchenwerke vervollständigen das Bild seines reichen und vielseitigen Schaffens. Becker war ein liebenswürdiger Musiker, dessen schlichte, herzenswarme Liedkunst zu seiner Zeit stark ansprach.
Werke ↑
Etwa 400 Männerchöre u. 100 gemischte Chöre, einige mit Orchester,
u. a. „Das Kirchlein“, „Schiller-Festgesang“, „Der
dt. Aar“;
Studentenlieder: u. a. „Wohlauf, die Luft geht frisch u. rein", "Was d. Welt morgen bringt“, „Rodenstein-Lieder“;
Opern: „Die Bergknappen" (1837), „Das Kind d. Garde“, „Der Deserteur“ (1855), „Die Königin
v. Leon“ (1885); Fastnachtsspiele u. Parodien;
Instrumentalwerke: Sinfonie „Nacht u. Tag“, Ouvertüren, Märsche, Klarinettenquintett;
Kirchenmusik: u. a. Requiem,
Dt. Messe.
Literatur ↑
K. Kliebert, in: Neue Würzburger
Ztg., 25.1.1890;
A. Stier, in: Festchronik d. X. Fränk. Sängerbundesfestes, 1904 (H. 3);
O. Kaul, V. E.
B., in:
Festschr. „100 J.
bayr.“, 1914, S. 299;
ders., V. E.
B., in:
Ll. aus Franken IV, 1930, S. 25.
Portraits ↑
Phot.; Denkmal (Büste) in Würzburg.
Autor ↑
Oskar KaulEmpfohlene Zitierweise ↑
Kaul, Oskar, „Becker, Valentin Eduard“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
722
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11949096X.html
Becker, Valentin Eduard
Name: Becker, Valentin Eduard
Lebensdaten: 1814 bis 1890
Geburtsort: Würzburg
Sterbeort: Würzburg
Beruf/Lebensstellung: Komponist; Dirigent
Konfession: keine Angabe
Autor NDB:
Kaul, OskarPND: 11949096X