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NDB-Artikel

<< Haid, Johann Gottfried     Haid, Kassian >>

Haid, Johann Jakob

Maler, Schabkünstler und Kupferstichverleger, * 23.1. oder 10.2.1704 Kleineislingen (Württemberg), 9.12.1767 Augsburg. (evangelisch)


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Joh. Jakob, Schulmeister in K., später in Salach/Württemberg; M N. N.; Augsburg 1735 Barbara Lauter; S Joh. Elias (1739–1809), Kupferstecher u. Kupferstichverleger in A.; Verwandte (?) Joh. Georg Haid, um 1720 Maler in Schorndorf, Joh. Christian Haid (1706–34), Maler in Ulm.

Leben  
Über die Lehrzeit Haids ist nichts bekannt. Der Bericht P. von Stettens 1765 über die Ausbildung bei dem Augsburger Tiermaler Johann Elias Ridinger gilt wohl für die anschließende Gesellenzeit, da Ridinger der Zunft keinen Lehrjungen Haid vorstellte. Nach 1735 gewann Haid vor allem Bedeutung als fruchtbarer Kupferstecher und Schabkünstler. Er gründete einen eigenen Kupferstichverlag und wurde auch Stadtgerichtsassessor. Von ihm sind ungefähr 300 Bildnisse, vor allem wirkungsvolle Schabkunstblätter bekannt, die nach eigenen Entwürfen und nach Gemälden anderer Maler, wie Johann Georg Bergmüller, Johann Kupetzky, Nicolas de Largillière und andere, ausgeführt wurden. Sie sind zum großen Teil in den Sammelwerken Jacob Bruckers, dem „Bildersal heutiges Tages lebender und durch Gelahrtheit berühmter Schriftsteller …“ (Augsburg 1741 ff.) und dem „Ehrentempel der deutschen Gelehrsamkeit“ (ebenda 1747 ff.), zusammengefaßt. Zu Haids besten Werken gehören die kolorierten Pflanzenstiche zu Johann Wilhelm Weinmanns „Phytanthoza Iconographia …“ (Regensburg 1737 ff.) und vor allem zu dem schönsten deutschen Pflanzenwerk, zu Christoph Jakob Treus „Plantae selectae“ (Augsburg 1750 ff.). Nach Haids Tod führte sein Sohn Johann Elias den Verlag fort.

Literatur  
ADB X; P. v. Stetten, Erll. d. in Kupf. gestochenen Vorstellungen aus d. Gesch. d. Reichs|stadt Augsburg (Augsburg 1765); ThB; Kartei d. Städt. Kunstslgg. Augsburg; eigene Archivstudien

Autor  
Hannelore Müller
Empfohlene Zitierweise  

Müller, Hannelore, „Haid, Johann Jakob“, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 516 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116391839.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 7 (1966), S. 516 f.
Erwähnungen: 
ADB 10 (1879), S. 379 Familienartikel
ADB 26 (1888), S. 828 Korrektur

PND: 116391839
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Index

Haid, Johann Jakob

Name: Haid, Johann Jakob
Lebensdaten: 1704 bis 1767
Geburtsort: Kleineislingen (Württemberg)
Beruf/Lebensstellung: Maler; Kupferstecher; Schabkünstler; Verleger
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Müller, Hannelore
PND: 116391839

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Haid, Johann Jakob

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116391839

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