<< Hahn, Oskar
Hahn, August >>
Hahn, Amandus Wilhelm Luitpold Emil Louis Heinrich
Physiologe,
* 16.1.1889 Düsseldorf,
† 1.1.1952 München. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Otto (1849–1930),
Geh. Baurat,
S d. Apothekers Karl
Ludw. Heinr. in Wetzlar u. d. Adelheid Müller;
M Anna (1862–98),
T d. Pfarrers
Heinr. Scheepers in Kirn/Nahe u. d. Sophie Amalie Conrath;
⚭ München 1937 Maria (
* 1901),
T d. Landwirts Joseph Gerstner u. d. Karoline Fritz; 1
S .
Leben ↑
Hahn studierte Biologie an der Universität München (1911 Promotion unter R. von Hertwig zum doctor philosophiae, zum Dr. med. 1914). Er arbeitete zunächst in München unter Leitung Hans Fischers über Pyrrolsynthesen, Blut- und Gallenfarbstoffe. Nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg, an dem er als Oberarzt teilnahm, wurde er Assistent am Physiologischen Institut der Universität München (unter O. Frank). Hier habilitierte er sich 1919 und wurde 1924 außerordentlicher Professor und Konservator, 1946 ordentlicher Professor. Hahns Interesse galt den Eigenschaften und der Wirkungsweise von Fermenten. Von besonderer Bedeutung waren unter anderem Untersuchungen im Zusammenhang mit der Wielandschen Dehydrierungstheorie über den Abbau der Bernsteinsäure zu Brenztraubensäure, die später als Teilstücke des Citronensäurecyclus erkannt wurden. Ferner erschienen Veröffentlichungen über die
|Natur des Erholungsvorganges und die Klärung des Begriffes „gekoppelte Reaktion“.
Werke ↑
W u. a.
Über d. gegenseitige Umwandlung
v. Kreatin u. Kreatinin, 7
Mitt., in:
Zs. f.
Biol. 72, 1920, 76, 1922, 78, 1923, 80, 1924, 83, 1925 (mit G. Barkan, H. Meyer, L. Schäfer,
H. Fasold);
Über synthet. Glykoside
v. Pyrimidinderivaten, 3
Mitt.,
ebd. 84, 1926, 85, 1926 (mit H. Fasold, L. Schäfer u. W. Laves);
Über Dehydrierungsvorgänge im Muskel,
ebd. 92, 1932;
Der Abbau d. Milchsäure durch Hefefermente, 4
Mitt.,
ebd. 94, 1933, 95, 1934, 96, 1935 (mit I. Fischbach, H. Niemer, M. Dürr u. Bl. Freytag);
Bestimmung d. Brenztraubensäure im Muskel,
ebd. 95, 1934, 97, 1936, 98, 1938, 100, 1940 (mit I. Fischbach, H. Niemer u. E. Meisner);
Die Bedeutung d. Massenwirkungsgesetzes f. d.
Physiol. (
Habil.-
Schr.), 1921;
Grund-riß d. Biochemie f. Studierende, 1922,
31942,
41946
u. d. T. Grundriß d. Physiolog. Chemie.
Literatur ↑
H. Niemer, in;
Zs. f.
Biol. 105, 1953, S. 1-6
(W, P);
R. Wagner, in:
Jb. d.
Bayer. Ak. d. Wiss. 1952, S. 204-08
(P);
Pogg. VI, VII a.
Autor ↑
Helmut NiemerEmpfohlene Zitierweise ↑
Niemer, Helmut, „Hahn, Amandus Wilhelm Luitpold Emil Louis Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
7
(1966), S.
501 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116385871.html
Hahn, Amandus
Name: Hahn, Amandus
Namensvariante: Hahn, Amandus Wilhelm Luitpold Emil Louis Heinrich
Lebensdaten: 1889 bis 1952
Geburtsort: Düsseldorf
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Physiologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Niemer, HelmutPND: 116385871