Name
Hagenbach, August
Namensvarianten
-
Lebensdaten
1871 bis 1955
Geburtsort
Basel
Sterbeort
Basel
Beruf/Lebensstellung
Physiker
Konfession
reformierte Familie
Autor NDB
Karl Wieland
Autor ADB
-
GND
117642649

Hagenbach, August

Physiker, * 22.12.1871 Basel, 11.8.1955 Basel.

  • Genealogie

    V Eduard (s. 2); Zürich 1906 Elena Jenny Luisa (1880–1963), T d. Kaufm. Carlo Aman (1849–1931) u. d. Paula v. Muralt; 1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach Studien der Physik an den Universitäten Basel und Leipzig (hier Promotion 1894 bei G. H. Wiedemann) wirkte H. während rund 12 Jahren nacheinander als Assistent, Dozent (seit 1898) und Professor in Bonn und in Aachen (seit 1904). Als entscheidend erwiesen sich die unter H. Kaysers Einfluß zugebrachten Bonner Jahre. 1906 wurde H. auf den Lehrstuhl für Physik der Universität Basel berufen als Nachfolger seines Vaters, dessen leuchtendes Vorbild ihn sein Leben lang begleiten sollte. Hier hat er in 36jähriger Lehr- und Forschertätigkeit zahlreiche Untersuchungen, vorwiegend auf den Gebieten der Spektroskopie, des elektrischen Lichtbogens und der Rotationsdispersion, veröffentlicht. Durch frühzeitige Einführung der damals nur von wenigen Spezialisten, zu denen natürlich H. Kayser gehörte, benützten optischen Gitter hat H. für sich und seine Schüler (unter anderem E. Miescher, Bandenspektrum des NO-Moleküls) die unerläßliche Voraussetzung für eine erfolgversprechende Untersuchung der linienreichen Spektren von Molekülen geschaffen. Weitblickend hat H. bereits 1926 ein weit über die damaligen Bedürfnisse der Physik hinausreichendes modernes Institut erbauen lassen, das auch später den gewaltig angewachsenen Ansprüchen der heutigen Atomkernphysik gerecht werden konnte.|

    • Auszeichnungen

      1926 Rektor der Universität Basel.

    • Werke

      Werke unter anderem Versuch, die beiden Bestandteile d. Cleveïtgases (He!) durch Diffusion zu trennen, in: Wiedemanns Ann. d. Physik 60, 1897, S. 124-33;  Die Entwicklung u. d. heutige Stand d. Kathoden- u. Röntgenstrahlen, in: Dt. Revue, Jg. 27, Bd. 3, 1902, S. 334-41;  Atlas d. Emissionsspektren d. meisten Elemente, 1905 (mit H. Konen);  Bandenspektren, in: Festschr. A. Wüllner, 1905, S. 128-46;  Lehrbuch d. Experimentalphysik I (Allg. Physik u. Akustik), 61907 (mit A. Wüllner);  Der elektr. Lichtbogen, in: Hdb. d. Radiol., hrsg. v. Erich Marx, IV, 1917, 21924;  J. J. Balmer u. W. Ritz, in: Naturwiss. 9, 1921, S. 451-55;  Die neue Physikal. Anstalt d. Univ. Basel, in: Physikal. Zs. 27, 1926, S. 811-16;  Der elektr. Lichtbogen, in: Hdb. d. Physik 14, 1927, S. 324-53;  Ein Polarisationsapparat zur Bestimmung d. Rotationsdispersion im Ultraviolett, in: Helvetica physica Acta 3, 1930, S. 168-79;  75 J. Spektralanalyse, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforschenden Ges. 116, 1935, S. 198-218.

    • Literatur

      M. Wehrli, A. H. z. 70. Geb.tag, in: Helvetica physica Acta 14, 1941, S. 493-96 (Porträt);  P. Huber, in: Verhh. d. Naturforschenden Ges. in Basel 66, 1955, S. 195-203 (Werk-Verzeichnis, P);  E. Miescher, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforschenden Ges. 135, 1955, S. 348-55 (Porträt);  K. Wieland, in: Professoren d. Univ. Basel aus 5 Jhh., 1960, S. 330 f. (Porträt)Pogg. IV-VII a.

    • Portraits

      Gem. v. A. H. Pelegrini (Basel, Öffentl. Kunstslgg.), Abb. b. Huber, s. L.

  • Autor

    Karl Wieland
  • Empfohlene Zitierweise

    Wieland, Karl, "Hagenbach, August" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 485 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd117642649.html
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Hagenbach, August

NDB Genealogie:

Hagenbach, August

Quelle/Vorlage:

Hagenbach, August