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Hadik von Futak, Andreas Graf >>
Hadeln, Detlev Moritz Georg Heinrich Wilhelm Freiherr von
Kunsthistoriker,
* 26.5.1878 Arolsen,
† 19.4.1935 Florenz. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Heinrich (1837–1901), luxemburg.
WGR,
Präs. d. Finanzkammer,
S d. Heinrich (1797–1867), nassau.
WGR,
Gen.-Lt. u.
Gen.-
Adj., u. d. Franziska Poll;
M Ida (1848–1916),
T d.
Heinr. Frhr. v. Hollen (1804–79), auf Schönweide
b. Plön,
dän. Hofjägermeister, u. d. Sophie Lueder;
Om Gustav
Frhr. v. Hollen (1851–1917),
preuß. Gen. d.
Kav., Georg
Frhr. v. Hollen (1845–1900),
dt. Vizeadmiral;
B Heinrich (1871–1940),
Gen.-Lt.;
Vt Heinrich (1865–1955), waldeck. Kabinettschef; - ledig.
Leben ↑
Nach seiner Promotion bei Botho Graef in Jena über den heiligen Sebastian in der italienischen Malerei (Straßburg 1906), war Hadeln 1909/10 Assistent-Stipendiat am Kunsthistorischen Institut in Florenz, darauf für kurze Zeit Assistent am Kupferstich-Kabinett zu Dresden. 1912-14 war er Bibliothekar bei den Berliner Museen und Herausgeber des Jahrbuches der Preußischen Kunstsammlungen. Kurz vor dem Krieg, den er als Artillerie-Offizier mitgemacht hat (zeitweise Kunstschutzoffizier und Veranstalter der Ausstellung geborgener Kunstwerke in Maubeuge, 1916), zog er sich vom Staatsdienst zurück und lebte als Privatgelehrter zunächst in Venedig und ab 1925 in Florenz.
Hadeln war einer der besten Kenner der venezianischen Malerei und ihrer Geschichte. Mit seiner Ausgabe von C. Ridolfi, Meraviglie dell' Arte (2 Bände, 1914/24) hat er die Grundlage zur Kritik der Quellen gelegt. In zahlreichen Büchern und Aufsätzen hat er wertvolle Beiträge zur Kenntnis von Malern wie Giovanni Bellini, Tizian, Tintoretto, Paolo Veronese, Tiepolo geliefert. Sein Augenmerk galt dem künstlerischen Stil, weshalb die Kritik der Handzeichnungen eine wesentliche Rolle in seinen Forschungen spielt (8 grundlegende Werke 1922–30). Mehr historisch orientiert sind die Studien zur Geschichte der malerischen Dekoration des Dogenpalastes oder der Versuch einer Rekonstruktion des Hochaltares von Donatello im Santo in Padua. Hadelns Arbeiten zeichnen sich durch Sachlichkeit und Klarheit der Darstellung aus. Mustergültig sind seine Beiträge zum Künstlerlexikon von Thieme-Becker (Bände 4-12).
Werke ↑
Weitere W
Das
Mus. au pauvre Diable zu Maubeuge, Ausstellung d. aus
St. Quentin u. Umgebung geretteten Kunstwerke,
21918;
Zeichnungen d. Giacomo Tintoretto, 1922;
Zeichnungen d. Tizian, 1924,
engl. London 1927;
Venezian. Zeichnungen d. Quattrocento, 1925;
Venezian. Zeichnungen d. Hochrenaissance, 1925;
Venezian. Zeichnungen d. Spätrenaissance, 1926;
Handzeichnungen
v. G. B. Tiepolo, 2
Bde., 1927;
Die Zeichnungen
v. Antonio Canal,
gen. Canaletto, 1930. -
Verz. in: Rivista d'Arte 18, Florenz 1936, S. 418-23.
Literatur ↑
Belvedere 12, 1934/37, S. 107;
R. Protti, in: Gazzetta di Venezia
v. 16.5.1935;
T. Borenius, in: Burlington
Mgz. 66, London 1935, S. 299;
H. Posse, Pantheon 15, 1935, S. 217.
Portraits ↑
Phot., 1912, in: B. Geiger, Memorie di un Veneziano, Florenz 1958, Tafel gegenüber S. 193.
Autor ↑
Ulrich MiddeldorfEmpfohlene Zitierweise ↑
Middeldorf, Urlich, „Hadeln, Detlev Moritz Georg Heinrich Wilhelm Freiherr von“,
in: Neue Deutsche Biographie
7
(1966), S.
416 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd127401121.html
Hadeln, Detlev Freiherr von
Name: Hadeln, Detlev Freiherr von
Namensvariante: Handeln, Detlev Moritz Georg Heinrich Wilhelm Freiherr von
Lebensdaten: 1878 bis 1935
Geburtsort: Arolsen
Sterbeort: Florenz
Beruf/Lebensstellung: Kunsthistoriker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Middeldorf, UrlichPND: 127401121