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<< Gulden, Paul     Guldenmund, Hans >>

Gulden, Heinrich William

Handschuhfabrikant, * 25.5.1860 Chemnitz, 31.8.1931 Chemnitz. (lutherisch)


GenealogieLebenAuszeichnungenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Joh. Heinr. (1836–1903), KR, Handschuhfabr., Präs. d. Industrie- u. Handelskammer in Ch., S d. Joh. Martin (1805–39), Kauf- u. Handelsherr (aus alter Rotschmiedefam. in Nürnberg), u. d. Laura Mathilde Flach; M Minna Franziska (1838–1907), T d. Zeug- u. Leinenwebers Aug. Ehregott Kaulfers in Ch. u. d. Concordia Rosina Hartig; B Paul (1866–1946), Dir. u. Vorstand d. Tränkner u. Würker Nachf. AG (Textilfabrik) in Leipzig (s. Rhdb.); - 1883 Madeleine (1864–1946), T d. Rentiers Hugo Heymann u. d. Madeleine Angélique (T d. Richard Hartmann, 1878, Maschinenbauer in Chemnitz); Schwägerinnen Thekla ( Hans Tippmann, Garngroßhändler in Ch.), Susanne ( Matthée Herfurth, Handschuhfabr.); 2 S, 2 T .

Leben  
Nach kaufmännischer Ausbildung unternahm Gulden für die väterliche Firma Heinrich Gulden zur Pflege des Exportgeschäfts umfangreiche Auslandsreisen und hielt sich ein Jahr lang in Amerika auf. – Die Herstellung baumwollener und seidener gewirkter Handschuhe, die der Vater entwickelt hatte, wurde durch Gulden ausgebaut. Von der Hausindustrie und der handwerklichen Fertigung ging er zum Fabrikbetrieb über. Zwar spielten in diesem Industriezweig die im Lohn arbeitenden Faktoren auch weiterhin eine wesentliche Rolle, aber entscheidend waren Wendigkeit und Gespür für modische Strömungen. Beides, schon Eigenschaften des Vaters, brachte Gulden zur vollen Entfaltung, sowohl für das Inland wie auch für die Exportländer mit anderem Geschmack. Englische und amerikanische Geschäftsfreunde sprachen damals vom „King of Gloves“. – Vom Vater zu solidem Geschäftsgebaren angeleitet, gab Gulden dem Handschuhgeschäft nicht nur eine fundierte industrielle Basis, sondern er brachte die Fertigung zu einer Weltgeltung, wie sie selten für einen einzelnen Artikel zu verzeichnen gewesen war. Die Jahrhundertwende kann als Höhepunkt der Ausfuhr des Gulden-Handschuhes, wie des Chemnitzer Hand|schuhs allgemein, betrachtet werden. In Qualität und Mode waren die Handschuhe unübertroffen, so daß damals die Kunden aus der ganzen Welt zu Gulden kamen. – Der 1. Weltkrieg unterbrach die Entwicklung der Firma wie überhaupt dieses Industriezweiges. Der frühere Umfang wurde später nicht mehr erreicht|

Auszeichnungen  
Präs. d. Chemnitzer Ind.- u. Handelskammer, Mitglied des Reichspostkuratoriums, GKR.

Literatur  
W. Gulden, Die Gulden, o. J. (Privatdruck).

Autor  
Hans Maschner
Empfohlene Zitierweise  

Maschner, Hans, „Gulden, Heinrich William“, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 302 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd136154387.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 7 (1966), S. 302 f.

PND: 136154387
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Index

Gulden, William

Name: Gulden, William
Namensvariante: Gulden, Heinrich Willian
Lebensdaten: 1860 bis 1931
Geburtsort: Chemnitz
Sterbeort: Chemnitz
Beruf/Lebensstellung: Handschuhfabrikant
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Maschner, Hans
PND: 136154387

Weitere Informationen

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Gulden, William

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136154387

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