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Grua, Carlo Luigi Pietro >>
Grua, Carlo Luigi Pietro
* um 1665 Florenz (?),
† nach 1722 in Italien.
Genealogie
| Leben
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Paul (
s. Gen. 2);
N Carlo (s. 2);
Groß-N Paul (s. 3).
Leben ↑
|1691-94 Mitglied der kursächsischen Hofkantorei in Dresden, wo er 1693 zum Vizekapellmeister aufrückte, trat Grua etwa 1695 in den Dienst des Kurfürsten Johann Wilhelm in Düsseldorf; er wirkte neben dem Hofkapellmeister Sebastiano Moratelli und dessen Nachfolger Johann Hugo Wilderer als zweiter Kapellmeister, komponierte Opern, Singspiele, Serenaden, Kantaten und Kirchenstücke, genoß die Freundschaft des 1703 zum Präsidenten des kurpfälzischen Geistlichen Rats eingesetzten Agostino Steffani, lernte den durchreisenden Händel kennen und weilte auch vorübergehend am kaiserlichen Hof in Wien, wo er in hohem Ansehen stand. Nach dem Tode Johann Wilhelms übernahm ihn dessen Bruder und Nachfolger Karl Philipp in die vereinigte kurpfälzische Hofkapelle. 1718 ist Grua noch in Heidelberg nachweisbar, schied aber – wohl zugunsten seines Bruders Paul und dessen Sohn Carlo – Anfang 1719 aus kurpfälzischen Diensten aus und schrieb, nach Italien zurückgekehrt, 1721/22 noch zwei Opern für Venedig. – Grua gehörte mit A. Steffani und J. H. Wilderer zu den namhaften Vokalkomponisten in Westdeutschland vor Johann Sebastian Bach. Seine meisterhaften Duettsätze erweisen ihn als Geistesverwandten A. Steffanis.
Autor ↑
Eduard SchmittEmpfohlene Zitierweise ↑
Schmitt, Eduard, „Grua, Carlo Luigi Pietro“,
in: Neue Deutsche Biographie
7
(1966), S.
172 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104050101.html
Grua, Carlo Pietro
Name: Grua, Carlo Pietro
Namensvariante: Grua, Carlo Luigi Pietro
Namensvariante: Grua, Karl Ludwig Peter
Namensvariante: Grua, Wilhelm
Lebensdaten: um 1665 bis nach 1722
Geburtsort: Florenz (?)
Sterbeort: in Italien
Beruf/Lebensstellung: Kapellmeister; Komponist
Konfession: katholische Familie
Autor NDB:
Schmitt, EduardPND: 104050101