<< Groß von Trockau.
Grosse >>
Groß von Trockau, Friedrich
Bischof von Würzburg (seit 1818),
* 14.3.1758 Würzburg,
† 21.3.1840 Würzburg,
⚰ Würzburg, Dom.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Karl
Ludw. (1723–89), bamberg. u. würzburg.
GR u. Oberamtmann zu Marloffstein u. Kupferberg,
S d. Marquard
Wilh. (1684–1728), auf Tüchersfeld u. Kohlstein, bamberg. Rat u. Pfleger zu Neuhaus, u. d. Maria Anna Freiin
v. Guttenberg;
M Maria Anna (1733–1804),
T d. Lothar
Gottfr. Frhr. v. Greiffenclau zu Vollraths, würzburg.
GR u. Oberhofmarschall, u. d. Anna
Magd. Marg. v. Hoheneck;
Ov Otto
Phil. Erh. Ernst (s.
Einl.), Anselm
Phil. Frdr. (s.
Einl.);
B Otto
Phil.|(1761-1831), Domherr zu Würzburg u. Bamberg, würzburg. u. bamberg. Reichstagsgesandter,
Reg.präs. zu Würzburg (s.
NND IX, S. 1213 f.), Christoph Franz (1763–1816), würzburg. Landesdirektionsrat;
N Frdr. Frhr. v. Zu Rhein (1802–70),
Reg.präs. d. Oberpfalz u.
v. Regensburg 1841–49,
v. Unterfranken u. Aschaffenburg 1849-68 (s.
Schärl).
Leben ↑
Bereits 1768 wurde Groß von Trockau Domizellar in Bamberg, 1769 durch preces primariae Kaiser Josephs II. auch in Würzburg. Als Praktikant am Reichskammergericht und durch Studien an der Universität Würzburg erwarb er sich gründliche juristische Kenntnisse. 1793 wurde er Domkapitular in Würzburg; in Bamberg, wo er seit April 1795 auch Präsident der weltlichen Regierung war, hatte er bereits seit 1784 ein Kanonikat inne. Nach der Säkularisation wandte er sich der Theologie zu und nahm in zahlreichen Denkschriften und Aufsätzen zu kirchlichen und kirchenpolitischen Problemen Stellung. Nachdem er 1812 Generalvikar von Bamberg geworden war, ließ er sich im Alter von 55 Jahren in Würzburg zum Priester weihen (17.4.1813). Als Generalvikar stand er den umstrittenen Wunderheilungen des Prinzen Hohenlohe zurückhaltend gegenüber. Nach Abschluß des bayerischen Konkordates, an dessen Vorbereitung er wesentlichen Anteil hatte, wurde er am 2.10.1818 zum Bischof von Würzburg präkonisiert. Doch konnte er infolge der Schwierigkeiten bei der Ausführung des Konkordates erst am 18.11.1821 zu Eichstätt die Bischofsweihe empfangen. Die Schäden, welche Kriege, Säkularisation und eine 13jährige Vakanz des Bischofsstuhles der Diözese verursacht hatten, versuchte er nach Kräften zu beheben, wobei ihm in ärgerlichem Kleinkrieg gegen staatliche Bevormundung seine juristische Bildung und geschäftliche Gewandtheit zustatten kamen. Durch die Berufung Carl Ruttas und Franz Georg Benkerts, der jahrzehntelang die kirchlichen Belange der Mainlande und der Nachbardiözesen publizistisch vertrat, zu Regenten des Priesterseminars machte er Würzburg zu einem der Mittelpunkte religiöser Erneuerung im 19. Jahrhundert.
Werke ↑
(sämtl. anonym)
Bemerkungen
üb. d. § 75 d. jüngsten Reichsfriedens-Deputations-Hauptschlusses,
od. d. transrhenan. Sustentation, 1805;
Mahnende Stimme d.
dt. Vaterlandes an s. Bewohner, 1831.
Literatur ↑
F. G. Benkert, Rede, gehalten an d. Alumnen d. Clerical-Seminarium's am Tage
v. d. feierl. Installation F.s, … Bisch.
v. Würzburg, 1822;
ders., Trauerrede …, 1840;
C. Braun,
Gesch. d. Heranbildung d. Klerus in d. Diöcese Wirzburg II, 1897, S. 393-426;
L. Günther, Würzburger Chronik, Personen u. Ereignisse
v. 1820–48, III, 1925
(P);
B. Bastgen, Bayern u. d.
Hl. Stuhl in d. ersten Hälfte d. 19.
Jh., 1940;
F. K. Felder,
Gel.- u.
Schriftst.-
Lex. I, 1817, S. 281
(W).
Portraits ↑
2 Ölgem. (Schloß Trockau),
Abb. in: A. Wendehorst, Das Bistum Würzburg 1803-1957, 1965.
Autor ↑
Alfred WendehorstEmpfohlene Zitierweise ↑
Wendehorst, Alfred, „Groß von Trockau, Friedrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
7
(1966), S.
146 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118965220.html
Groß von Trockau, Friedrich
Name: Groß von Trockau, Friedrich
Namensvariante: Friedrich
Lebensdaten: 1758 bis 1840
Geburtsort: Würzburg
Sterbeort: Würzburg
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Würzburg
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Wendehorst, AlfredPND: 118965220