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NDB-Artikel

<< Baumstark, Reinhold     Baur, Ferdinand >>

Baur, Erwin

Pflanzenzüchter und Vererbungsforscher, * 15.4.1875 Ichenheim (Baden), 2.12.1933 Berlin. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Wilhelm Baur (1839–1910), Apotheker in Ichenheim; M Anna, T des Leo Siefert und der Maria Anna Merkel; Gvv Franz Xaver Baur (1798–1891), Apotheker in Salem; Gmv Karoline Herzer.

Leben  
|Baur studierte Medizin und Botanik in Heidelberg, Freiburg und Kiel. Nach der Doppel-Promotion machte er längere Reisen als Schiffsarzt nach Südamerika, die ihn zum Studium der Pflanzenwelt und zu botanisch-landwirtschaftlichen Vererbungsforschungen anregten. 1904 habilitierte er sich für Botanik in Berlin, 1911 wurde er als Ordinarius für Botanik an die Landwirtschaftliche Hochschule Berlin berufen. 1914 hatte er eine Austauschprofessur in Madison (USA) inne. Nach seiner Rückkehr gründete er das erste Institut für Vererbungslehre in Friedrichshagen, 1922 ein erweitertes Institut in Dahlem und schließlich 1929 das Kaiser-Wihelm-Institut für Pflanzenzüchtung und Vererbungsforschung in Dahmsdorf, das durch seine Züchtungsarbeiten bald einen internationalen Ruf bekam. Die Grundlage seiner pflanzenzüchterischen Arbeiten bildeten umfangreiche Bastardierungsversuche an verschiedenen Rassen und Arten des Löwenmauls (Anthirrhinum), sowie die mustergültige Analyse der Erbfaktoren dieser Pflanze. Aus dem reichen wissenschaftlichen Material entstanden wertvolle praktische Züchtungsarbeiten, die Züchtung der bitterstoffreien Lupine sowie vor allem Immunitätszüchtungen, die für eine Reihe von Kulturgewächsen wesentliche Verbesserungen brachten. Baur war Dr. h. c. der Universität Upsala und Professor h. c. der Universität Buenos Aires.

Werke  
Die wiss. Grundlagen d. Pflanzenzüchtung, 51924; Einführung in d. experimentelle Vererbungslehre, 111930; Hdb. d. Vererbungswiss. (mit M. Hartmann), 1928; Hrsg.: Ztschr. f. induktive Abstammungs- u. Vererbungslehre; Ztschr. Züchtungskde.; Ztschr. Der Züchter; Bibliotheca Genetica.

Literatur  
Dem Andenken an E. B., in: Ztschr. Die Naturwiss., 1934, Sonderh. 17/18; E. Tschermak-Seysenegg, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 84, 1934, S. 243-46; Nachrufe 1934 in allen größeren landwirtschaftl. u. naturwiss. Fachztschrr. d. In- u. Auslandes.

Portraits  
Bronzebüste v. G. Kappen, 1933 (Berlin, Saatgut-Erzeugungs-Ges.).

Autor  
Otto E. Heuser
Empfohlene Zitierweise  

Heuser, Otto E., „Baur, Erwin“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 669 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119276194.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 669 f.
Erwähnungen: 
NDB 22 (2005), S. 744 in Artikel Schiemann, Elisabeth

PND: 119276194
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Index

Baur, Erwin

Name: Baur, Erwin
Lebensdaten: 1875 bis 1933
Geburtsort: Ichenheim (Baden)
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Vererbungsforscher; Pflanzenzüchter
Konfession: katholisch
Autor NDB: Heuser, Otto E.
PND: 119276194

Weitere Informationen

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Baur, Erwin

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119276194

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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