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Baumstark, Carl Anton Joseph Maria Dominikus >>
Baumstark, Eduard
Staats- und Kameralwissenschaftler,
* 28.3.1807 Sinzheim (Baden),
† 8.4.1889 Greifswald. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Michael Baumstark (1771–1852), Schulmeister in Sinzheim;
M Scholastika (1792–1628),
T des Philipp Jakob Vogel (1726–1808), Stabhalter und Bäcker, und der Catharine Bilger;
Gvv Laurentius Baumstark (1720–1803), Bauer in Muggensturm;
Gmv Eva Hornung (1729–1794);
B Anton Baumstark (1800–76);
N Reinhold Baumstark (s. 3).
Leben ↑
Baumstark studierte 1825-28 in Heidelberg Jura und Kameralwissenschaften, promovierte dort 1828 und wurde 1829 Privatdozent für Kameralwissenschaften. Durch seine Übersetzung von Ricardos Hauptwerk sowie durch verschiedene eigene Schriften trug Baumstark entscheidend zur Verbreitung der Lehre Ricardos in Deutschland bei. 1838 als außerordentlicher Professor nach Greifswald berufen, wurde er dort 1842 ordentlicher Professor für Staats- und Kameralwissenschaften und 1843 mit der Leitung der Staats- und Landwirtschaftlichen Akademie Eldena bei Greifswald betraut, die er bis zu ihrer Schließung 1876 innehatte. Seit 1848 war er auch politisch tätig in der preußischen Nationalversammlung, 1850 im Erfurter Staatenhaus, im Reichstag des Norddeutschen Bundes, seit 1859 im Herrenhaus. In diesem Jahr wurde Baumstark Mitglied des Landesökonomiekollegiums, 1876 der Statistischen Zentralkommission. Von Jugend auf musikliebend und -ausübend, trat er während seiner Heidelberger Jahre dem Römischrechtler und Musikwissenschaftler A. F. J. Thibaut nahe, schrieb später selbst über Musik, gab Volkslieder heraus und komponierte. Sein ehemals in der Universitäts-Bibliothek Greifswald befindlicher, im zweiten Weltkrieg verlorener handschriftlicher Nachlaß enthielt auch eigene Kompositionen,
u. a. Vertonungen Goethescher Gedichte.
Werke ↑
u. a. Des Hzg.s
v. Sully Verdienste um d. französ. Finanzwesen, 1828; Bardale,
Slg. auserlesener Volkslieder d. verschiedenen Völker d. Erde (mit Werken
v. Waldbrühl), 1829–36;
Staatswiss. Versuche
üb. Staatskredit, Staatsschulden u. Staatspapiere, 1833; Kameralist.
Enz., 1835;
Übers.: D. Ricardo, Grundgesetze d. Volkswirtschaft u. d. Besteuerung, 1837
u. ö.;
Volkswirtschaftl. Erl. vorzügl. über D. Ricardos System, 1838; Üb. Staats- u. landwirtschaftl.
Ak. u. deren Verbindung mit
Univ., 1839; A. F. J. Thibaut, 1841;
Einl. in d.
wiss. Studium d. Landwirtschaft, 1858; 15 J. Gründung d.
Kgl. Staats- u. Landwirt
|schaftl.
Ak. Eldena, 1860; Die
Univ. Greifswald vor 100 u. vor 50 J., 1866; Die
Kgl. Staats- u.
Landwirtschaftl. Ak. Eldena
b. d.
Univ. Greifswald, 1870.
Literatur ↑
Chronik d.
Univ. Greifswald, 1888/89;
E. Blenck, E.
B., in:
Ztschr. d.
Preuß. Statist. Landesamts 29, 1889
(W);
A. Hinrichsen, Das literar.
Dtld.,
21891;
s. a. Gesamtkat. d.
preuß. Bibl. XIII, 1938.
Portraits ↑
Ölgem. v. W. Titel, 1846 (Konzilsaal d.
Univ. Greifswald),
Abb. in: O. Schmitt-V. Schulze, W. Titels Bildnisse Greifswalder Professoren, 1931, Tafel 25.
Autor ↑
Kurt GassenEmpfohlene Zitierweise ↑
Gassen, Kurt, „Baumstark, Eduard“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
668 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119111152.html
Baumstark, Eduard
Name: Baumstark, Eduard
Lebensdaten: 1807 bis 1889
Geburtsort: Sinzheim (Baden)
Sterbeort: Greifswald
Beruf/Lebensstellung: Staatswissenschaftler; Kameralwissenschaftler
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Gassen, KurtPND: 119111152