Name
Fueter, Rudolf
Namensvarianten
Fueter, Karl Rudolf; Fueter, Karl; Fueter, Karl R.; Fueter, Karl Rudolf
Lebensdaten
1880 bis 1950
Geburtsort
Basel
Sterbeort
Brunnen (Schwyz)
Beruf/Lebensstellung
Mathematiker
Konfession
zwinglianischer Bruder
Autor NDB
Johann Jakob Burckhardt
Autor ADB
-
GND
118536753

Fueter, Karl Rudolf

Mathematiker, * 30.6.1880 Basel, 9.8.1950 Brunnen (Schwyz).

  • Genealogie

    B Eduard s. (1); Marburg/Lahn 1908 Amélie (* 1881), T d. Landger.präs. Erwin Robert v. Heusinger; 1 T.

  • Leben

    Nach einem Studienjahr in Basel widmete sich F. seit 1899 in Göttingen unter D. Hilbert dem Mathematikstudium. An die Promotion (1903) schlossen sich 1 Jahr Studium in Paris, 3 Monate in Wien und 6 Monate in London an. 1907/08 wirkte er als Privatdozent in Marburg, im Winter 1907/08 vertretungsweise an der Bergakademie in Clausthal. 1908 wurde F. als ordentlicher Professor für Mathematik nach Basel berufen, 1913 an die TH Karlsruhe. 1916 trat er sein großes Wirkungsfeld an der Universität Zürich an. – F.s Forschungsgebiet war die Zahlentheorie in Verbindung mit der Funktionentheorie. Er leitete die Klassenzahlformeln für die Ringklassenkörper und die Strahlklassenkörper der komplexen Multiplikation her, also für die Gesamtheit der Abelschen Zahlkörper über einem imaginärquadratischen Grundkörper. Die Ergebnisse faßte er zusammen in seinem Buch „Vorlesungen über die singulären Moduln und die komplexe Multiplikation der elliptischen Funktionen …“ (2 Teile, 1924, 21927). Später wendete er sich dem Gebiet der nichtkommutativen Größen zu und begründete seine Schule der Quaternionenfunktionen. Neben dieser hervorragenden wissenschaftlichen Tätigkeit ist F.s öffentliche Wirksamkeit bemerkenswert: 1910 Gründung der Schweizerischen Mathematischen Gesellschaft zusammen mit H. Fehr und M. Großmann, deren erster Präsident, später Ehrenmitglied; 1920/22 Rektor der Universität Zürich, Präsident der Euler-Kommission der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft.|

    • Auszeichnungen

      Dr. h. c. (Oslo), Mitgl. d. Leopoldina, d. Bayer. Ak. d. Wiss. u. d. Scientific Inst. of Coimbra.

    • Werke

      Weitere Werke unter anderem Synthet. Zahlentheorie, 1917, 31950;  Das math. Werkzeug d. Chemikers, Biologen u. Statistikers, 1926, 31947.

    • Literatur

      A. Speiser, in: Verhh. d. Schweizer. naturforsch. Ges. 130, 1950, S. 399-404 (Werk(e), Porträt)ders., Elemente d. Math. 5, 1950, S. 98 f. (mit nachgelassenen Aufzeichnungen von Fueter, S. 99-104);  J. J. Burckhardt, in: Vjsch. d. Naturforsch. Ges. Zürich 95, 1950, S. 284-87 (Werk(e));  P. Karrer, in: Jber. d. Univ. Zürich, 1950/51, S. 83-85 (Porträt);  H. Tietze, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1951, S. 175-77 (Porträt)Pogg. V-VII a.

  • Autor

    Johann Jakob Burckhardt
  • Empfohlene Zitierweise

    Burckhardt, Johann Jakob, "Fueter, Karl Rudolf" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 707 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118536753.html
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Fueter, Rudolf

NDB Genealogie:

Fueter, Rudolf