<< Fueter, Eduard
Fugger, Grafen. >>
Fueter, Karl Rudolf
Mathematiker,
* 30.6.1880 Basel,
† 9.8.1950 Brunnen (Schwyz).
Genealogie
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Genealogie ↑
B Eduard s. (1);
⚭ Marburg/Lahn 1908 Amélie (
* 1881),
T d.
Landger.präs. Erwin Robert
v. Heusinger; 1
T .
Leben ↑
Nach einem Studienjahr in Basel widmete sich Fueter seit 1899 in Göttingen unter D. Hilbert dem Mathematikstudium. An die Promotion (1903) schlossen sich 1 Jahr Studium in Paris, 3 Monate in Wien und 6 Monate in London an. 1907/08 wirkte er als Privatdozent in Marburg, im Winter 1907/08 vertretungsweise an der Bergakademie in Clausthal. 1908 wurde Fueter als ordentlicher Professor für Mathematik nach Basel berufen, 1913 an die Technische Hochschule Karlsruhe. 1916 trat er sein großes Wirkungsfeld an der Universität Zürich an. – Fueters Forschungsgebiet war die Zahlentheorie in Verbindung mit der Funktionentheorie. Er leitete die Klassenzahlformeln für die Ringklassenkörper und die Strahlklassenkörper der komplexen Multiplikation her, also für die Gesamtheit der Abelschen Zahlkörper über einem imaginärquadratischen Grundkörper. Die Ergebnisse faßte er zusammen in seinem Buch „Vorlesungen über die singulären Moduln und die komplexe Multiplikation der elliptischen Funktionen …“ (2 Teile, 1924,
21927). Später wendete er sich dem Gebiet der nichtkommutativen Größen zu und begründete seine Schule der Quaternionenfunktionen. Neben dieser hervorragenden wissenschaftlichen Tätigkeit ist Fueters öffentliche Wirksamkeit bemerkenswert: 1910 Gründung der Schweizerischen Mathematischen Gesellschaft zusammen mit H. Fehr und M. Großmann, deren erster Präsident, später Ehrenmitglied; 1920/22 Rektor der Universität Zürich, Präsident der Euler-Kommission der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. – Dr. honoris causa (Oslo), Mitglied der (Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinische) Deutsche Akademie der Naturforscher (Halle/Saale), der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Scientific Institute of Coimbra.
Werke ↑
Weitere W u. a.
Synthet. Zahlentheorie, 1917,
31950;
Das
math. Werkzeug d. Chemikers, Biologen u. Statistikers, 1926,
31947.
Literatur ↑
A. Speiser, in:
Verhh. d. Schweizer. naturforsch.
Ges. 130, 1950, S. 399-404
(W, P);
ders., Elemente d.
Math. 5, 1950, S. 98 f.
(mit nachgelassenen Aufzeichnungen v. F., S. 99-104);
J. J. Burckhardt, in: Vjsch. d. Naturforsch.
Ges. Zürich 95, 1950, S. 284-87
(W);
P. Karrer, in:
Jber. d.
Univ. Zürich, 1950/51, S. 83-85
(P);
H. Tietze, in:
Jb. d.
Bayer. Ak. d. Wiss., 1951, S. 175-77
(P);
Pogg. V-VII a.
Autor ↑
Johann Jakob BurckhardtEmpfohlene Zitierweise ↑
Burckhardt, Johann Jakob, „Fueter, Karl Rudolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
5
(1961), S.
707
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118536753.html