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<< Forchhammer, Theophil Traugott     Forckenbeck, von. >>

Forchheimer, Philipp

Hydrauliker und Wasserbauingenieur, * 7.8.1852 Wien, 2.10.1933 Wien. (evangelisch Augsburger Bekenntnisses)


GenealogieLebenAuszeichnungenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Eduard (1819–89, isr.), Fabrikbes., Numismatiker, S d. Fabrikbes. Phil. in Prag u. d. Therese Pollak; M Henriette (* 1821), T d. Großhändlers Jos. Landauer (1793–1855) in W. u. d. Rosalie Bauer; Schw Charlotte ( Gustav Rr. v. Grünebaum, 1829–1905, Eisenbahn-Ing., stellv. Gen.-Insp. d. österr. Eisenbahnen); Vt Otto Rr. v. Fürth ( 1938), med. Chemiker (s. NDB V); 1891 Hilde Charl. (1860–1934), T d. Dr. Adolf Grohmann, auf Schloß Matzen; 1 S .

Leben  
Forchheimer studierte an der Technischen Hochschule Zürich, erwarb daselbst 1873 das Ingenieur-Diplom und pro|movierte in Tübingen. In den folgenden Jahren der Praxis bei großen Bauunternehmungen hatte Forchheimer mit Problemen der Hydraulik zu tun, deren wissenschaftliche Behandlung zur Habilitation an der Technischen Hochschule Aachen führte. 1891 wurde Forchheimer nach Konstantinopel an die Ottomanische Ingenieurhochschule berufen und kehrte 1892 als Professor nach Aachen zurück. Hier verblieb er einige Jahre und ging dann als Ordinarius für Wasserbau an die Technische Hochschule Graz. 1914 folgte er der ehrenvollen Einladung, die Ingenieurhochschule in Konstantinopel zu reorganisieren, was ihm mit bestem Erfolg gelang. – Zahlreiche Originalarbeiten von bleibendem Wert zeugen von der fruchtbaren und vielseitigen Forschungstätigkeit Forchheimers. Anfangs (1882–85) beschäftigte er sich theoretisch und experimentell mit Fragen der Erdbaumechanik. Bald aber wandte er sich hydraulischen Problemen zu. 1886 erschien seine wichtige theoretische Untersuchung über Brunnen, die in einer Reihe weiterer Arbeiten über das gleiche Thema, auch versuchstechnischer Natur, ihre Fortsetzung erhielt. 1914 erschien sein Hauptwerk „Hydraulik“ (31930). 1917 zeigte er, wie man bei der theoretischen Behandlung von Grundwasserströmungen unter Fundamenten, um Spundwände und so weiter vorzugehen hat (Sitzungsberichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften). Forchheimer befaßte sich auch mit Fragen der instationären Bewegung, mit Schwingungen in Wasserschlössern, Wanderwellen, Schwall und Sunk (1924). Sein Aufenthalt in der Türkei gab Anlaß zu der mit J. Strzygowski verfaßten und sehr bemerkenswerten Schrift über die byzantinischen Wasserbehälter von Konstantinopel (1893). Die Schriften über Berechnung der Schwimmdocks, Berechnung ebener und gekrümmter Behälterböden, Festigkeit weiter Rohre und über Einbeulung bei Innenpressung lassen immer wieder den originellen Gedankengang Forchheimers erkennen. Er war bestrebt, die damalige Hydraulik stark empirischen Charakters wissenschaftlich besser zu unterbauen.

Auszeichnungen  
Mitgl. d. Ak. d. Wiss. Wien (1925), Dr.-Ing. E. h. (TH Wien 1930).

Werke  
Weitere W s. Pogg. VI.

Literatur  
Bauing. 1934, S. 42 (P); K. Terzaghi, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 1934, S. 225-29 (P); ÖBL.

Portraits  
Altersbild in: Hydraulics Laboratory Practice, New York 1929.

Autor  
Josef Kozeny
Empfohlene Zitierweise  

Kozeny, Josef, „Forchheimer, Philipp“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 295 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd101786174.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 295 f.
Erwähnungen: 
NDB 5 (1961), S.  701*
NDB 7 (1966), S. 119*

PND: 101786174
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Index

Forchheimer, Philipp

Name: Forchheimer, Philipp
Lebensdaten: 1852 bis 1933
Geburtsort: Wien
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Hydrauliker; Wasserbauingenieur
Konfession: evangelisch Augsburger Bekenntnisses
Autor NDB: Kozeny, Josef
PND: 101786174

Weitere Informationen

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Forchheimer, Philipp

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101786174

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