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NDB-Artikel

<< Gräbner, Johann Heinrich     Grädener, Karl Georg Peter >>

Graebner, Johann Heinrich Philipp

lutherischer Pfarrer, * 7.7.1819 Burghaig bei Kulmbach, 27.5.1898 Saint Charles (Missouri, USA).


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann, Schneidermeister, Organist, Kantor, Musiklehrer; M Eleonore Cath. Rehm; Frankentrost 1848 Jacobine Denninger; 2 S , u. a. August Lorenz (1849–1904), zuletzt Prof. f. KG u. Dogmatik am Concordia Seminar d. Missouri-Synode in St. Louis, veröff. dt. u. engl. vor allem Arbb. üb. kirchengeschichtl. u. dogmat. Themen u. begründete 1897 die Theul. Quartalsschr. (Theological Quarterly); E Theodor (1876–1950), Prof. f. hist. u. systemat. Theologie am Concordia Seminar in St. Louis, einer d. ersten Leiter d. Jugendbewegung in d. Missouri-Synode, Mitbegründer d. „Luth. Laien-Liga“, d. St. Louiser Bachges., beteiligt an Einigungsbestrebungen im amerikan. Luthertum, red. Sonntagsbll. (dt., engl., norweg.) u. d. Zss. „Lehre u. Wehre" (1913-18), „Homiletic Magazine“ (1913-18) u. „Concordia Historical Institute Quarterly“ (1928-50) der Missouri-Synode, schrieb zahlr. Bücher f. d. prakt. Theologen.

Leben  
Nach Beendigung seiner theologischen Studien in Erlangen war Graebner seit 1845 Lehrer der Kinder W. Löhes in Neuendettelsau und wurde auf diese Weise mit dessen Gedankengängen über die Mission vertraut und von ihm als „Nothelfer“ für die nach Amerika ausgewanderten Deutschen ausgebildet. 1847 hat Lohe unter Graebners Leitung den zweiten Ansiedlertrupp von Neuendettelsau nach Nordamerika ausgesandt. Graebner gründete nach Kauf von mehreren Quadratmeilen Land südlich von Saginaw (Michigan) und nach Ordination durch C. F. W. Walther, den Präses der Missourisynode, die heute noch bestehende Ge|meinde Frankentrost als einen der Sammelpunkte für die nach Nordamerika eingewanderten Franken – ähnlich wie die 1845 von Friedrich August Craemer (1812–91) ins Leben gerufene Siedlung Frankenmuth – und als Missionszentrum für die benachbarten Indianer, zu denen Graebner immer die besten Beziehungen hatte. Aber schon 1853 zog Graebner aus Gesundheitsrücksichten nach Roseville bei Detroit und 1859 nach Saint Charles in Missouri. Bedeutung erhielt der Name Graebner für das Luthertum in den USA vor allem durch seinen Sohn August und seinen Enkel Theodor.

Literatur  
(auch f. S u. E) Concordia Historical Institute Quarterly 20 u. 23, St. Louis 1947/48 u. 1950/51; DAB; Lutheran Cyclopedia, St. Louis, 1954.

Autor  
Julius Bodensieck
Empfohlene Zitierweise  

Bodensieck, Julius, „Graebner, Johann Heinrich Philipp“, in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 707 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd131589679.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 6 (1964), S. 707 f.

PND: 131589679
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Index

Graebner, Johann Heinrich Philipp

Name: Graebner, Johann Heinrich Philipp
Namensvariante: Gräbner, Johann Heinrich Philipp
Lebensdaten: 1819 bis 1898
Geburtsort: Burghaig bei Kulmbach
Sterbeort: Saint Charles (Missouri, USA)
Beruf/Lebensstellung: lutherischer Pfarrer
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Bodensieck, Julius
PND: 131589679

Weitere Informationen

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Graebner, Johann Heinrich Philipp

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131589679

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