<< Bartholdy, Jakob Ludwig Salomo
Bartholomäus von Andlau >>
Bartholomae, Christian
Iranist und Indogermanist,
* 21.1.1855 Forst ob Limmersdorf (Oberfranken),
† 9.8.1925 Langeoog. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Leonhard Bartholomae, bayerischer Revierförster;
⚭ 1891 Anna Charlotte (1864–1941),
T des preußischen Oberregierungsrats Karl von Briesen; 1
S.
Leben ↑
Bartholomae besuchte die Universitäten in Erlangen, München und Leipzig. Von seinen Lehrern übten E. Curtius, F. Spiegel und H. Hübschmann, vor allem letzterer, bestimmenden Einfluß auf ihn aus. Er habilitierte sich in Halle 1879 und wurde dort 1884 außerordentlicher Professor. 1885 wurde Bartholomae nach Münster, 1898 nach Gießen, 1909 nach Straßburg und im gleichen Jahr nach Heidelberg berufen, wo er bis 1924 lehrte. Unerwartet starb er ein Jahr später. Seine Verdienste um die Indogermanistik sind
u. a. verewigt in dem Bartholomaeschen Aspiratengesetz; seine Pionierarbeit in der Iranistik vor allem durch sein „Altiranisches Wörterbuch“. Charakteristisch für ihn und seine Schaffensweise ist, daß viele seiner Einzelforschungsergebnisse bescheiden an unvermuteter Stelle, wie in dem genannten Wörterbuch oder dem Katalog der Münchner Zendhandschriften untergebracht sind. Bartholomae war ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie, sowie korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften von Petersburg.
Werke ↑
u. a. Altiran. Verbum, 1878; Ar. F, 3
Bde., 1883–86;
Hdb. d. altiran. Dialekte, 1883;
Stud. z. indogerman. Sprachgesch., 2
Bde., 1890;
Vorgesch. d. iran. Sprachen, 1895; Altiran.
Wb., 1904; Übers,
v. Zarathustras Verspredigten, 1905; Die Zendhss. d.
kgl. Hof- u.
Staatsbibl. in München, 1915; Zum Sasanid. Recht, 1918 ff.; Zarathustras Leben u. Lehre, 2
Bde., 1919; Die Frau im sasanid. Recht, 1924.
Literatur ↑
H. Junker, in: Indogerm.
Jb. 11, 1927, S. 562 bis 573
(W-Verz.);
Listy filologické 52, Prag 1925;
Bolsaja Sovetsk. Encikl.,
Bd. 5, Moskau 1927;
RGG.
Portraits ↑
Indogerm.
Jb. 12, 1928.
Autor ↑
Franz Josef MeierEmpfohlene Zitierweise ↑
Meier, Franz Josef, „Bartholomae, Christian“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
609
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116884444.html
Bartholomae, Christian
Name: Bartholomae, Christian
Lebensdaten: 1855 bis 1925
Geburtsort: Forst ob Limmersdorf (Oberfranken)
Sterbeort: Langeoog
Beruf/Lebensstellung: Iranist; Indogermanist
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Meier, Franz JosefPND: 116884444