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Barth, Caspar von >>
Barth, Josef
Mediziner,
* 1745 La Valetta (Malta),
† 7.4.1818 Wien. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Niccolò;
M Maddalena Sciberras; ledig.
Leben ↑
Barth studierte in Rom und Wien, wo er 1772 promovierte: er bildete sich bei dem französischen Okulisten Baron Michael de Wenzel dem Älteren zum Augenoperateur aus. Barth wurde 1773 Lektor der Augenheilkunde und feineren Anatomie in Wien, 1774 bereits ordentlicher Professor und 1776 Augenarzt des Kaisers. Barth soll über 3000 Staroperationen ausgeführt haben. Ein schwer umgänglicher Sonderling, wandte er sich nach 1790 archäologischen Studien zu und legte
|eine einzigartige Sammlung geschnittener Steine an; die Auffindung des berühmten Torso des Ilioneus ist ihm zu danken.
Werke ↑
Etwas
üb. d. Ausziehung d. grauen Stares, Wien 1797.
Literatur ↑
ADB II;
R.
v. Schneider, Ein Kunstsammler im alten Wien, in:
Jb. d.
Kunsthist. Slgg. 21, Wien 1900, S. 273;
L. Schönbauer, Das medizin. Wien,
2 1947, S. 163 f.
u. ö. (P);
BLÄ I, 1929,
Erg.-
Bd., 1935.
Portraits ↑
v. A. Richter
jun., Wien.
Autor ↑
Karl SchadelbauerEmpfohlene Zitierweise ↑
Schadelbauer, Karl, „Barth, Josef“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
604-605
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137266308.html
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Barth, Josef
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Barth: Josef B., geb. 1745 auf Malta, ward Professor der Anatomie und Augenkrankheiten und kaiserlicher Leibaugenarzt zu Wien, † 7. April 1818; ein Schüler des berühmten Baron Wenzel. Er war in seiner Zeit der angesehenste Augenarzt Deutschlands, doch fühlte er keinen Beruf, sein Wissen und Können andren mitzutheilen, sondern trachtete vielmehr, es zu alleinigem Vortheile auszubeuten, und nur auf ausdrückliches Verlangen Kaiser Josefs II. wurde er veranlaßt, gegen contractmäßige Zusicherung eines bedeutenden Honorars einen bereits gebildeten Arzt in seiner Kunst zu unterrichten; die Wahl fiel auf Adam Schmit, außerordentlichen Professor und Prosector an der damals neu errichteten Josef-Akademie.
B. errichtete in Wien eine Privataugenheilanstalt mit großer Uneigennützigkeit und großen Opfern. Für die Monate Mai und Juni wurden die Staarblinden zusammengerufen und fanden dann Gelegenheit, durch
B. operirt zu werden. Sein Hauptbestreben ging dahin, die Therapie und den Technicismus zu vereinfachen, und lehrte er in einer kleinen Schrift die Methode, die Staaroperation ohne Gehülfen auszuführen ("Ueber die Ausziehung des grauen Staars", 1797.) Seine Professur legte er 1791 nieder.
Literatur ↑
Nekrol. v. Beer in den Vaterländischen Blättern und daraus in der medicinisch-chirurgischen Zeitung 1818 Nr. 52. — Morgenblätter für gebildete Stände 1815 Nr. 83 ff.
Autor ↑
Rothmund.Empfohlene Zitierweise ↑
Rothmund, August, „Barth, Josef“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
100
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137266308.html?anchor=adb