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NDB-Artikel

<< Barth, Ernst Emil Paul     Barth, Heinrich >>

Barth, Gottlob Georg

Architekt, * 21.6.1777 Stuttgart, 2.1.1848 Stuttgart. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann Jakob Barth ( 5.6.1807), Hofmaurer und Steinhauer in Stuttgart; M Anna Eggert (oder Äggerter, 20.8.1802), aus Böltingen (Bezirk Obersimmental, Kanton Bern); Gvv Johann Friedrich Barth, Steinhauer und Hofmaurer in Stuttgart; 28.11.1807 Marie Luise Wilhelmine Sick ( 15.7.1850), aus Stuttgarter Beamtenfamilie; 2 S, u. a. Gottlob Albert Barth ( 1885), Baurat in Heilbronn; 2 T.

Leben  
Barth wurde am 3.5.1786 als „Oppidaner“ (Stadtschüler) in die von Herzog Carl Eugen gegründete Hohe Karlsschule aufgenommen. Da diese Schule von dem Nachfolger des Herzogs aufgelöst wurde, besuchte Barth 1799 bis 1800 die Preußische Bauakademie in Berlin und bereiste von dort aus Norddeutschland und Holland, um dann 1801-02 zwei Jahre in Paris im Atelier Durand zu arbeiten. Ein in Paris fertiggestelltes, viel beachtetes Manuskript über den Steinschnitt in der Architektur ging auf der Reise verloren. 1803 reiste er mit herzoglichem Stipendium zum weiteren Studium nach Rom, wo er mit B. Thorwaldsen und dem nachmaligen weimarischen Oberbaudirektor C. W. Coudray freundschaftliche Beziehungen anknüpfte. Er legte das Abschlußexamen 1806 in Stuttgart ab. N. F. von Thouret forderte ihn daraufhin zur Mithilfe beim Aufbau des Residenzschlosses an. Barth ist einer der bedeutendsten Vertreter der württembergischen klassizistischen Baukunst. 1806 wurde er Hofbaukontrolleur, 1811 Hofbaumeister, 1818 Oberbaurat und Referent im Finanzministerium, 1835 Referent im Königlichen Bergrat, 1843 trat er in den Ruhestand.

Werke  
u. a. Ausbau d. Rauchschen Hauses in Heilbronn, 1805 (zerstört); Saline Friedrichshall, 1810; Saline Schwenningen; Badeanstalt Boll; Ständesaal Stuttgart (zerstört); Haus- u. Staatsarchiv mit Naturalienkab. in Stuttgart, 1819 (teilweise zerstört); sog. Stockgebäude in Stuttgart, 1833 bis 1838 (zusammen mit Oberbaurat Groß); Mus. d. bildenden Künste in Stuttgart, 1840–42; Badeanstalt Teinach, 1840; Aula d. Univ. Tübingen, 1841–45.

Literatur  
Nekrolog, in: Schwäb. Chronik d. Schwäb. Merkur, 2. Abt., 1848, S. 694; A. Wintterlin, Württ. Künstler in Lb., 1895, S. 321; P. Faerber, N. F. v. Thouret, 1949, S. 198, 203, 204; ThB. – Qu.: Akten d. Staatsarchivs Ludwigsburg.

Portraits  
Ölgem. v. G. W. Morff u. v. G. Gutekunst, 1845 (Stuttgart).

Autor  
Paul Faerber
Empfohlene Zitierweise  

Faerber, Paul, „Barth, Gottlob Georg“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 602 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135862736.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 602

PND: 135862736
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Index

Barth, Gottlob Georg

Name: Barth, Gottlob Georg
Lebensdaten: 1777 bis 1848
Geburtsort: Stuttgart
Sterbeort: Stuttgart
Beruf/Lebensstellung: Architekt
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Faerber, Paul
PND: 135862736

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Barth, Gottlob Georg

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135862736

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