<< Girtanner, Wilhelm
Giseke, Matthias >>
Giseke, Bernhard
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Giseke: Bernhard G., Philolog und Schulmann, geb. am 28. Septbr. 1823 zu Pößneck im Meiningischen, gest. am 29. Novbr. 1876. Vorgebildet auf der Klosterschule zu Roßleben, besuchte er die Universitäten zu Leipzig und Berlin, um sich dem Studium der classischen Philologie zu widmen. Nachdem er seit 1846 an verschiedenen Orten als Lehrer gewirkt hatte, wurde er 1862 Director der höheren Töchterschule zu Erfurt, später Director der Realschule in Schwerin, woselbst er segensreich bis zu seinem Tode wirkte.
G. war ein Mann von gründlicher Bildung und vielseitigen Kenntnissen, dabei ein liebenswürdiger, allem Gemachten abholder Charakter. Als Schriftsteller machte er sich durch seine homerischen Arbeiten rühmlich bekannt; sie verrathen eine feine Beobachtungsgabe, die nur öfters in ihren Folgerungen zu weit geht. Seine
Hauptschriften sind: "Die allmähliche Entstehung der Gesänge der Ilias", Göttingen 1853; "Thrakisch-pelasgische Stämme der Balkanhalbinsel und ihre Wanderungen in mythischer Zeit", Leipzig 1858; "Homerische Forschungen", Leipzig 1864. Außerdem verfaßte er die Berichte über die Homerische Litteratur im Philologus und in Bursians Jahresberichten, bei denen er sich als einen eben so sachkundigen als humanen Beurtheiler bewährt hat.
Autor ↑
H.
Empfohlene Zitierweise ↑
H., „Giseke, Bernhard“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
9
(1879), S.
191-192
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117545368.html?anchor=adb
Informationsangebote zu
Giseke, Bernhard
PND
117545368
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope