<< Bardeleben, Adolf von
Bardeleben, Kurt Ludwig Karl Heinrich >>
Bardeleben, Heinrich Karl Ludwig
Jurist und Politiker,
* 9.5.1775 Spandau,
† 23.3.1852 Frankfurt/Oder. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V (unehelich) Ferdinand Heinrich von Bardeleben (
† 1822), Oberst;
S Adolf von Bardeleben (s. 1).
Leben ↑
|Auf Grund eines Studiums der Theologie und Philosophie zu Erlangen wurde Bardeleben 1798 Lehrer am Kadettenkorps zu Berlin. Dann studierte er Jura in Frankfurt/Oder und trat als Regierungsassessor in den preußischen Justizdienst. Nach dem Tilsiter Frieden 1807 wirkte er in Königsberg in der Nähe Steins mit Wort und Schrift für ein Volksheer. Er betätigte sich 1808 bei der Begründung des Tugendbundes, der ihn zum Zensor der Hauptkammer Königsberg wählte und in dessen Auftrage er zur Werbung von Gesinnungsfreunden durch Pommern, Brandenburg und Schlesien reiste. Im Mai 1809 beantragte er beim König die Auflösung des Vereins und wurde daher ausgeschlossen. Als die Auflösung Januar 1810 erfolgte, befand sich Bardeleben als Justizkommissar in Frankfurt/Oder, wo er später Justizrat und Notar wurde. 1813 trat er in die dort aufgestellte Landwehr und wurde gleich zum Hauptmann gewählt.
Werke ↑
Preußens Zukunft, An d. Vaterland, 1807, 21808; Friedr. Wilhelm III. u. sein Volk, An beide, 1809; Üb. d. Bestimmung d. Landwehr mit Rücksicht auf d. hiesigen Ortsverhältnisse, 1813.
Literatur ↑
ADB II;
J. Voigt,
Gesch. d.
sog. Tugendbundes, 1850;
G. Baersch,
Btrr. z. Gesch. d.
sog. Tugendbundes, 1852;
H. Ulmann, H.
B., ein Patriot d. Franzosenzeit, in:
FBPG 31, 1919, S. 159-80.
Autor ↑
Hans HaussherrEmpfohlene Zitierweise ↑
Haussherr, Hans, „Bardeleben, Heinrich Karl Ludwig“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
583-584
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135862531.html
<< Barckhausen, Konrad Heinrich
Bardeleben, Karl Alexander von >>
Bardeleben, Heinrich
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Bardeleben: Heinrich Karl Ludwig
B., Jurist und Politiker, geb. zu Spandau 9. Mai 1775, † 23. März 1852 zu Frankfurt a. O. Er war 1798 Gouverneur und Lehrer am Cadettencorps zu Berlin, 1804 Regierungs-Assessor in Bromberg Am 17. Oct. 1807 überreichte er Stein seine anonym o. O. herausgegebene Schrift: "Preußens Zukunft. An das Vaterland". Seit dem 11. Mai 1808 war er ein hervorragendes Mitglied des Tugendbundes, wurde aber kurze Zeit vor Auflösung aus demselben ausgestoßen, weil er bei der Regierung die Auflösung des Vereins beantragt hatte. 1813 und 1814 stand er als Hauptmann bei der Landwehr und wurde Ritter des Eisernen Kreuzes. Später lebte er als Justiz-Commissarius und Justizrath in Frankfurt a. d. O. Er schriftstellerte auch unter dem Namen Heinrich Frohreich.
Autor ↑
Schnorr v. C.Empfohlene Zitierweise ↑
Schnorr von Carolsfeld, Franz, „Bardeleben, Heinrich“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
52
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135862531.html?anchor=adb
Bardeleben, Karl Ludwig von
Name: Bardeleben, Karl Ludwig von
Namensvariante: Bardeleben, Heinrich Karl Ludwig von
Namensvariante: Bardeleben, Heinrich von
Namensvariante: Frohreich, Heinrich
Lebensdaten: 1775 bis 1852
Geburtsort: Spandau
Sterbeort: Frankfurt/Oder
Beruf/Lebensstellung: Jurist; Politiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Haussherr, HansAutor ADB:
Schnorr von Carolsfeld, FranzPND: 135862531