<< Georgi, Theophil
Georgii. >>
Georgievics, Georg Cornelius Theodor von
Farbenchemiker und Kolorist,
* 18.8.1859 Weißkirchen (Banat),
† 26.4.1933 Znaim (Mähren). (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Georg Edler
v. G. (1814-1890,
griech.-
oriental.),
k. u. k. Gen.-Major,
S e. Handelsmanns in Usdin/Banat;
M
Emilie Lepier (1823–1906,
kath.) aus Venedig;
⚭ N. N.Leben ↑
Nach Besuch der Realschulen in Karlstadt (Kroatien), Zara (Dalmatien) und Laibach (Krain) studierte Georgievics seit 1877 Chemie an der Technischen Hochschule Wien und an der Chemieschule in Mülhausen/Elsaß, wo E. Nölting sein Lehrer war. Nach 1jähriger Fabrikpraxis in der Kattundruckerei Marienthal bei Wien unter dem Chefkoloristen J. Depierre setzte er sein Studium bei Z. H. Skraup an der Universität Wien (Lehramtsprüfung) und bei C. Graebe in Genf fort. 1886 wurde er Assistent an der Hochschule für Bodenkultur in Wien bei H. Weidel. 1889 wurde er in Gießen zum doctor philosophiae promoviert. 1890-1903 wirkte er als Mittelschullehrer an der Staatsgewerbeschule in Bielitz (Österreichisch-Schlesien), die damals eine der angesehensten, auch über Österreichs Grenzen hinaus gewürdigten Anstalten ihrer Art war. Schon hier entstanden neben zahlreichen Forschungsarbeiten Georgievics' seine während mehrerer Dezennien richtungweisenden, in mehrere Sprachen übersetzten Lehrbücher über Färberei und Textilfasern. 1904 wurde Georgievics als ordentlicher Professor für organisch-chemische Technologie an die Deutsche Technische Hochschule Prag berufen (1908/09 Rektor). Hier hat er als Abschluß seiner Lehrtätigkeit (1927) die „Werkstätte für Druckerei und Farben“ eingerichtet. - Die Spezialgebiete von Georgievics' umfangreicher wissenschaftlicher Betätigung waren vor allem die Theorie der substantiven Färbeprozesse und die Konstitution der Farbstoffe, im besonderen mit Beziehung zu Eigenfarbe und färberischem Verhalten. Seiner Schule entstammen eine Anzahl bedeutender Koloristen.
Werke ↑
u. a.
Der Indigo, vom
prakt. u. theoret. Standpunkt
dargest., 1892;
Lehrb. d.
chem. Technol. d. Gespinstfasern, 1. T.,
Lehrb. d. Farbenchemie, 1895,
41913 (mit E. Grandmougin), 2. T., Gespinstfasern …, 1898,
41924 (mit G. Ulrich);
Die Beziehungen
zw. Farbe u. Konstitution
b. Farbstoffen, 1921;
Kurzgefaßtes
Lehrb. d. Farbchemie, 1921. -
Bearbeiter: Hdb. d. Farbenchemie,
51922. -
Hrsg.: Hdb. d. Zeugdrucks, 3
Bde., 1930 (mit R. Haller u. L. Lichtenstein).
Literatur ↑
K. Brass, Zum 70.
Geb.tag, in: Chemiker-
Ztg. 53, 1929, S. 649 f.;
E. Jungmichl, in: Melliand Textilberr. 16, 1935, S. 777 f.
(P), S. 865 f.;
ÖBL;
Pogg. IV-VIIa.
Autor ↑
Herbert M. UlrichEmpfohlene Zitierweise ↑
Ulrich, Herbert M., „Georgievics, Georg Cornelius Theodor von“,
in: Neue Deutsche Biographie
6
(1964), S.
244
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11753630X.html
Georgievics, Georg von
Name: Georgievics, Georg von
Namensvariante: Georgievics, Georg Cornelius Theodor von
Lebensdaten: 1859 bis 1933
Geburtsort: Weißkirchen (Banat)
Sterbeort: Znaim (Mähren)
Beruf/Lebensstellung: Farbenchemiker; Kolorist
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Ulrich, Herbert M.PND: 11753630X