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Bang, Paul

Wirtschaftspolitiker, * 18.1.1879 Meißen, 31.12.1945 Hohenfichte bei Chemnitz. (lutherisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Simon Bang (1855–1928), Oberschulrat; M Martha Christine Damm (1857–1915); Gvv Heinrich Adam Bang, Gemeindeschäfer; Gmv Marie Götz; Gvm Johann Gottfried Damm, Gutsbesitzer; Gmm Susanne Semmann; 11.11.1906 Friederun, T des Fabrikbesitzers A. Knöpfel und der Elisabeth Herwig; 2 S, 1 T.

Leben  
Nach kurzer richterlicher Tätigkeit (Dr. jur. 1904) arbeitete Bang von 1911 an im sächsischen Finanzministerium (zuletzt als Oberfinanzrat), verließ aber 1919 den Staatsdienst, weil er die Revolution ablehnte. Er gehörte der Leitung des „Alldeutschen Verbands", der „Vaterländischen Verbände Deutschlands" und des „Hauptvereins der Konservativen" an und bekämpfte in Wort und Schrift, zumal in der Zeitschrift „Deutschlands Erneuerung", die Finanzpolitik M. Erzbergers und R. Hilferdings, den Dawes- und den Youngplan. Seine Wirtschaftsauffassung verfocht er mit dem 1924 gegründeten „Bund für Nationalwirtschaft und Werksgemeinschaft“ (Zeitschrift 1924–31): Weltwirtschaft ist nicht das Zusammenspiel aller Einzelwirtschafter, sondern der eigenwüchsigen Volkswirtschaften, deren jede mit Rückhalt am Staat organisch gegliedert sein muß; in ihrer untersten Einheit, dem Betrieb als Leistungsgemeinschaft, müssen die Standesinteressen ausgeglichen werden, nicht erst zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden. In der Kritik an der Sozialversicherung traf er sich mit G. Hartz, mit dem er 1932/33 das Monatsblatt „Soziale Erneuerung“ herausgab. 1928-33 war er deutschnationaler Reichstagsabgeordneter und zusammen mit R. G. Quaatz Hauptwortführer der Wirtschaftspolitik A. Hugenbergs. Am 4.2.1933 wurde er von diesem als Staatssekretär ins Reichswirtschaftsministerium berufen, begleitete ihn auf die Weltwirtschaftskonferenz nach London und schied mit ihm aus dem Amt. Fortan wurde sein schriftstellerisches Wirken, besonders auch in Blättern des geistigen Widerstands, scharf überwacht; dreimal entging er nur knapp einer Anklage auf Hochverrat.
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Werke  
Außer zahllosen Aufsätzen u. Flugschriften vor allem: Volkswirtschaft u. Volkstum, Dt. Wirtschaftsziele, Staat u. Volkstum, Wesen u. Gründung d. Werksgemeinschaft, sämtl. 1925-27; Geld u. Währung, 1932; Aphorismen z. Wirtschaftsweisheit, 1937; Die farbige Gefahr, 1938.

Literatur  
Reichstagshdb. 1930; W. v. Müffling, Wegbereiter u. Vorkämpfer f. d. neue Dtld., 1933 (P); Wi. X, 1935.

Autor  
Anton Ritthaler
Empfohlene Zitierweise  

Ritthaler, Anton, „Bang, Paul“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 575 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116048905.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 575 f.

PND: 116048905
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Index

Bang, Paul

Name: Bang, Paul
Lebensdaten: 1879 bis 1945
Geburtsort: Meißen
Sterbeort: Hohenfichte bei Chemnitz
Beruf/Lebensstellung: Wirtschaftspolitiker
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Ritthaler, Anton
PND: 116048905

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Bang, Paul

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116048905

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