Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

ADB-Artikel

<< Gauermann, Friedrich     Gauhe, Johann Friedrich >>

Gauermann, Jakob

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Gauermann: Jakob G., Maler, geb. zu Oeffingen in Würtemberg 1773, † am 27. März 1843, war der Sohn eines Landtischlers zu Oeffingen und kam nach dem Tode der Mutter im Alter von 13 Jahren zu einem Vetter, welcher das Geschäft eines Steinhauers betrieb, bei welchem er sich in seinen freien Stunden im Zeichnen übte. Sein Streben ging dahin, in der Karlsakademie seine Ausbildung fortsetzen zu können, was ihm auch auf Fürbitte des kunstsinnigen Kammerherrn von Böhnen gelang. Nach dreijährigem Aufenthalte in dieser Akademie fand er vom J. 1793 an sein Fortkommen in den Diensten eines Gelehrten, mit welchem er Reisen machte und durch dessen Bibliothek er seine Kenntnisse erweiterte. Nachdem er diesen Dienst verlassen, reiste er 1798 nach Wien und fristete sein Fortkommen theils mit Arbeiten für Kunsthändler, theils als Zeichnenlehrer. Durch die Bekanntschaft mit dem Landschaftsmaler Molitor, welcher sein Talent schätzte, brach er sich endlich Bahn und seine Bilder fanden durch ihre treue Auffassung der Natur, ihren ruhigen, harmonischen Charakter große Anerkennung. G. wurde Mitglied der Akademie der bildenden Künste und im J. 1818 Kammermaler des Erzherzogs Johann, in dessen Auftrage er wiederholt Reisen in die österreichischen Gebirgsgegenden unternahm. Als Vedutenmaler erwarb sich G. einen sehr geachteten Namen. In seinen Studien prägte sich seine Vorliebe für die Niederländer und Franzosen aus, welche er als unübertroffene Meister der Landschaftsmalerei betrachtete. Die meisten seiner Bilder sind in Wasserfarben ausgeführt. In weiteren Kreisen wurde er durch seine Radirungen bekannt, von welchen eine Suite von zehn Blättern Landschaften nach Poussin darstellen. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in stiller Zurückgezogenheit auf seiner Besitzung in Miesenbach bei Gutenstein. Er hatte zwei Söhne, Jakob und Friedrich, beide Maler. Der erstere starb in jungen Jahren (1829), der zweite wurde der berühmte Thiermaler (vgl. oben).

Literatur  
Stuttgarter Kunstblatt, J. 1821 Nr. 57. — C. v. Wurzbach, Biogr. Lexikon V, 107.

Autor  
K. Weiß.
Empfohlene Zitierweise  

Weiß, Karl, „Gauermann, Jakob“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 8 (1878), S. 422-423 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118537814.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
ADB 8 (1878), S. 422-423
Erwähnungen: 
NDB 6 (1964), S. 97*

PND: 118537814
Artikel drucken

Index

Gauermann, Jakob

Name: Gauermann, Jakob
Lebensdaten: 1773 bis 1843
Beruf/Lebensstellung: Maler; Kupferstecher; Kammermaler des Erzherzogs Johann
Konfession: katholischer Sohn
Autor ADB: Weiß, Karl
PND: 118537814

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Gauermann, Jakob

PND
118537814

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika
Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Portraitnachweise
Virtuelles Kupferstichkabinett

Nachlässe
Kalliope