<< Ganghofer, Ludwig Albert
Ganglbauer, Ludwig >>
Gangl, Josef
Lebensmittelchemiker,
* 20.11.1895 Suchenthal bei Kaplitz (Böhmerwald),
⚔ 10.9.1941 bei Jakowlewo (Rußland). (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Joh., Eisenbahnangestellter;
M Franziska Stifter; ⚭ 1928
Josefine (
* 1903),
T d. Bundesbahnbeamten
Jos. Hauer u. d. Valentine Schaschl; 3
S , 2
T .
Leben ↑
Nach 4jähriger Teilnahme am 1. Weltkrieg in einer Fronttruppe studierte Gangl unter großen Entbehrungen am 1. Chemischen Universitätslaboratorium in Wien unter R. Wegscheider und bei E. Späth (Promotion Wien 1923; Dissertation: Konstitutionsaufklärung und Synthese der Alkaloide Anhalonin und Lophophorin). 1922-23 war er wissenschaftliche Hilfskraft am 1. Chemischen Universitätsinstitut. – 1924 trat Gangl als Chemiker in die staatliche Lebensmitteluntersuchungsanstalt in Wien ein, wo
|er neben seiner Inanspruchnahme durch umfangreiche Untersuchungsarbeiten bald mit eigenen Forschungen begann. 1935 habilitierte er sich an der Hochschule für Bodenkultur in Wien für das Fach „Chemie der Lebensmittel mit besonderer Berücksichtigung ihrer chemischen Untersuchung“. 1936 zum Direktor der Wiener staatlichen Lebensmitteluntersuchungsanstalt ernannt, entfaltete er eine überaus rege organisatorische und wissenschaftliche Tätigkeit in der Erforschung aktueller Probleme der Lebensmittelanalytik, insbesondere auf den Gebieten der Fettanalyse und der Milchuntersuchung, für deren moderne Gestaltung er durch Ausarbeitung und Einführung physikalisch-chemischer Verfahren und Mikromethoden die Grundlagen schuf. Auf Gangls Initiative geht zum Großteil die Schaffung der Fachgruppe für Lebensmittelchemie im Österreichischen Chemikerverein zurück. Der frühe Tod setzte seiner Tätigkeit ein jähes Ende.
Werke ↑
Weitere W u. a.
Die Unters. d. Einlegeöles
v. Fischkonserven, in:
Österr. Chemikerztg. 36, 1933, S. 149-53;
Altersbestimmung fossiler Knochenfunde auf
chem. Wege,
ebd. 39, 1936, S. 79-82;
„Die Verdorbenheitszahl“, eine Bestimmung d. Sauerstoffanlagerungsprodukte in Fetten u. Ölen auf jodometr. Wege, in:
Zs. f.
Unters. d. Lebensmittel 68, 1934, S. 533-39 (mit W. Rumpel);
Ein Apparat f. d. Gefrierpunktsbestimmung d. Milch
b. Reihenunterss.,
ebd., S. 540-48 (mit K. Jeschki);
Der Verlauf d. Arsenspiegelbildung im Marsh'schen Apparat u. e. quantitative Bestimmung kleiner Arsenmengen, in:
Zs. f. analyt. Chemie 98, 1934, S. 81-96 (mit Vasquez-Sanchez);
Welche Bleimengen vermag d. Milch aus bleihaltigen Verzinnungen u. Lötstellen aufzunehmen?, in:
Berr. d. XI. milchwirtsch. Weltkongresses Berlin, 1937, II,
wiss. Berr. d. Sektion II, S. 29-34;
O. Menghin u. Mustafa Amer, The excavations of the Egyptian
Univ. in the neolithic site at Maadi, 2 prelim. report (season 1932), Kairo 1936 (S. 65: Report giving the results of the examination of various materials from Maadi)
Literatur ↑
O. Brunner, in:
Österr. Chemikerztg. 44, 1941, S. 264
(P);
ÖBL.
Autor ↑
Leopold SchmidEmpfohlene Zitierweise ↑
Schmid, Leopold, „Gangl, Josef“,
in: Neue Deutsche Biographie
6
(1964), S.
61 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136357644.html
Gangl, Josef
Name: Gangl, Josef
Lebensdaten: 1895 bis 1941
Geburtsort: Suchenthal bei Kaplitz (Böhmerwald)
Beruf/Lebensstellung: Lebensmittelchemiker
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Schmid, LeopoldPND: 136357644