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<< Friedrich IV.     Friedrich III. >>

Friedrich V.

Herzog von Schleswig-Holstein, König von Dänemark, * 31.3.1723 Kopenhagen, 14.1.1766 Christiansborg, Roskilde, Dom. (lutherisch)


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Christian VI. (1699–1746), Hzg. v. Sch.-H., Kg. v. D., S d. Friedrich IV. ( 1730), Hzg. v. Sch.-H., Kg. v. D. (s. NDB V); M Magdalene (1700–70), T d. Mgf. Chrstn. Heinr. v. Brandenburg-Kulmbach (1661–1708); 1) 1743 Louise (1724–51), T d. Kg. Georg II. v. Großbritannien ( 1760), 2) 1752 Juliane (1729–96), T d. Hzg. Ferd. Albrecht II. v. Braunschweig-Lüneburg ( 1735, s. ADB VI); 2 S , 3 T aus 1), u. a. Kg. Christian VII. v. D. ( 1808), 1 S aus 2).

Leben  
Entsprechend dem damals ausgesprochen deutschen Hof in Kopenhagen wurde Friedrich von deutschen Adeligen erzogen und hat sein ganzes Leben besser Deutsch als Dänisch beherrscht. Bei der Thronbesteigung seines Vaters, der unter dem Einfluß seiner Gemahlin und seines Vetters Graf Ch. E. zu Stolberg-Wernigerode dem halleschen Pietismus zuneigte, wurde Friedrich der Administrator der eingezogenen Reichsgrafschaft Rantzau. Er folgte 1746 seinem Vater auf den Thron. Er verdarb die guten Anlagen durch sein zügelloses Leben, besaß allerdings die Einsicht, befähigte Männer an die Spitze der Regierung zu holen. Nicht nur sein Berater, sondern auch sein persönlicher Freund war der Oberhofmarschall Adam Gottlob Graf von Moltke. Als Außenminister holte er J. H. Graf Bernstorff nach Dänemark, der lange Gesandter in Paris gewesen war und dem er die Leitung der Regierung anvertraute. Friedrich und seine Gemahlin gehören zu den beliebtesten Herrschergestalten Dänemarks. Im Gegensatz zu Christian VI. und seiner Gemahlin, die dem Volk gegenüber völlig abweisend waren, kamen Friedrich und seine Gemahlin in die Häuser von Bürgern und Bauern, zeigten Verständnis für die unteren Klassen. Die strengen Verbote des Pietismus wurden beseitigt; das unter Christian VI. geschlossene Theater wurde wieder eröffnet, die Kunstakademie, auf der so viele Deutsche ihre Ausbildung finden sollten, wurde gegründet, und in bisher nicht bekanntem Umfang regte sich geistiges Leben in der dänischen Hauptstadt. Nicht gering war der deutsche Einfluß unter ihm. J. E. Schlegel, Klopstock, Basedow und H. C. Schimmelmann wurden nach Dänemark berufen. Die Regierungszeit Friedrichs war für Dänemark wie für die Herzogtümer eine glückliche Zeit kultureller Blüte und sozialer wie wirtschaftlicher Reformen. Dank der klugen Politik Bernstorffs wurden die Länder des dänischen Gesamtstaates unter Friedrich von Kriegen verschont. – Trotz der besonders guten Ehe mit Louise gab sich der König Ausschwei|fungen aller Art hin und setzte das wüste Leben auch nach dem Tode der Königin und der 2. Heirat fort.

Literatur  
E. Holm, Danmark-Norges Historie 1720–1814, Kopenhagen 1891-1906; L. Bobé, Inferiører fra Frederik V.s Hof, ebd. 1909; O. Klose, Die Jahrzehnte d. Wiedervereinigung 1721–73, in: Gesch. Schleswig-Holsteins VI, 1959, S. 1-159; Dansk Leks.

Portraits  
Ölgem. v. A. Möller, C. G. Pilo, J. L. Tocqué (Frederiksborg, Nat.-hist. Mus.).

Autor  
Olaf Klose
Empfohlene Zitierweise  

Klose, Olaf, „Friedrich V.“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 582 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11954931X.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 582 f.
Erwähnungen: 
NDB 3 (1957), S. 235*
NDB 6 (1964), S. 212*

PND: 11954931X
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Index

Friedrich V.

Name: Friedrich V.
Lebensdaten: 1723 bis 1766
Geburtsort: Kopenhagen
Sterbeort: Christiansborg
Beruf/Lebensstellung: Herzog von Schleswig-Holstein; König von Dänemark
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Klose, Olaf
PND: 11954931X

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Friedrich V.

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