Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Etterlin, Petermann     Ettlinger. >>

Ettingshausen, Johannes Andreas Jakob von, Ritter von (seit 1857), Freiherr von (seit 1866)

Mathematiker und Physiker, * 25.11.1796 Heidelberg, 25.5.1878 Wien. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Constantin v. E. (seit 1812, 1760-1826), k.k. Gen.major (s. Wurzbach IV), Beamtensohn; M Anna Maria Franziska (1780–1858), T des Amtmanns Peter Adam Walther in Ruppertsberg (Pfalz); B Sigmund (1805–55), k.k. Gen.major (s. Wurzbach IV); T Antonie (1828-1916, Anton Schrötter Rr. v. Kristelli, 1802–75, Prof. der Chemie in Wien, s. ADB 32, Wurzbach 32); Olmütz 1824 Antonie (1800–61), T des Buchdruckers Anton Skarnitzl; Schwager Andreas Frhr. v. Baumgartner (1793–1865), Physiker u. Staatsmann (s. ADB II; ÖBL), T Sophia Karoline ( Joseph Grailich, 1829–59, Kristallograph); S Constantin (1828–97), Prof. der Botanik u. Paläophythologie in Graz (seit 1871), gehört z. den Begründern d. Paläobotanik in Öster|reich (s. ADB 48, Wurzbach IV, ÖBL); N Albert (1850–1932), Prof. der allg. u. technischen Physik an der TH Graz (s. Pogg. VI), Sophie ( Wilh. v. Bippen, 1923, Archivar, s. NDB II).

Leben  
Für die militärische Laufbahn bestimmt, besuchte Ettingshausen neben der Universität auch die Bombardierschule in Wien, welche die mathematische Ausbildung vermittelte und ihn ganz für diese Disziplin gefangennahm. 1817 wurde er Adjunkt für Mathematik und Physik an der Wiener Universität, 1819 Professor der Physik in Innsbruck und 1821 Professor der höheren Mathematik an der Universität Wien, welches Fach bis dahin nur dem Namen nach an dieser Lehranstalt bestanden hatte. 1835 übernahm Ettingshausen auch den Lehrstuhl für Physik. 1848 ging er als Leiter des Mathematikstudiums an die Ingenieur-Akademie, 1852 an das Wiener Polytechnikum als Professor der höheren Ingenieurwissenschaften. 1853 übernahm er das von Chrn. Doppler gegründete Physikalische Institut der Universität Wien. – Aus dem ursprünglichen Mathematiker war immer mehr ein Physiker, insbesondere ein Pionier der mathematischen Physik geworden. 1826 erschien „Die combinatorische Analysis als Vorbereitungslehre zum Studium der höheren Mathematik", 1827 kamen die „Vorlesungen über die höhere Mathematik“ heraus, 1844 das Buch „Anfangsgründe der Physik“ (41860), das seinen neuen Lehrgang zeigt, die Physik mit mathematischen Deduktionen zu durchdringen. Ettingshausens wissenschaftliche Arbeiten behandeln mathematische Analysis, Algebra, Differentialgeometrie, Mechanik, Strahlenoptik, Wellenoptik und Elektromagnetismus. Der Naturforscherversammlung in Prag 1837 zeigte er die von ihm konstruierte und nach ihm benannte magnetoelektrische Maschine, eine namhafte Verbesserung der von Pixii (1832) erfundenen. – Mitglied der Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen (1864), Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien (1847), zu deren Gründung er mit anderen 1837 in einer Denkschrift die erste Anregung gegeben hatte und deren 1. Generalsekretär er bis 1850 war.

Werke  
Weitere W Hrsg.: Zs. f. Physik u. Math., 10 Bde., 1826-32 (mit A. Baumgartner).

Literatur  
J. B. Listing, in: Nachrr. v. d. Ges. d. Wiss. [Göttingen] a. d. J. 1878, 1878, S. 516-22 (W); Pogg. I, III; Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 28, 1878 (W); ÖBL.

Portraits  
Gem. v. C. Blaas (Univ. Wien).

Autor  
Ludwig Flamm
Empfohlene Zitierweise  

Flamm, Ludwig, „Ettingshausen, Johannes Andreas Jakob von, Ritter von, Freiherr von“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 665-666 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116585749.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 665-666
Erwähnungen: 
NDB 6 (1964), S. 735*
NDB 20 (2001), S. 278 in Artikel Petzval, Josef
NDB 23 (2007), S. 594*

PND: 116585749
Artikel drucken

Index

Ettingshausen, Andreas Freiherr von

Name: Ettingshausen, Andreas Freiherr von
Namensvariante: Ettingshausen, Johannes Andreas Jakob Freiherr von
Namensvariante: Ettingshausen, Andreas Ritter von
Namensvariante: Ettingshausen, Andreas von
Lebensdaten: 1796 bis 1878
Geburtsort: Heidelberg
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Mathematiker; Physiker; Professor in Wien
Konfession: katholisch
Autor NDB: Flamm, Ludwig
PND: 116585749

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Ettingshausen, Andreas Freiherr von

PND
116585749

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika
Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope