<< Baldung-Grien, Hans
Baldwein, Eberdt >>
Baldus, Richard
Mathematiker,
* 11.5.1885 Saloniki,
† 28.1.1945 München. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Wilhelm Heinrich Philipp Jakob Baldus (1837–92), Stationschef der anatolischen Eisenbahnen;
M Elisabeth Baldus (1855–1914),
T des österreichischen Geniehauptmanns Josef Schüsser (1827–99), Ingenieur beim Bau der Brennerbahn und der anatolischen Bahnen, und der Katharina Hoeck (1832–86);
Gvv Jakob Baldus, Zollinspektor;
Gmv Marianne Mehr;
⚭ 10.8.1912 Berta Elisabeth,
T des Architekten Oskar Dedreux (1854–1929); 2
S (beide Diplomphysiker), 2
T.
Leben ↑
Baldus studierte in München und Erlangen, wo er als Schüler M. Nöthers 1910 promovierte und sich 1911 habilitierte. Sein hauptsächliches Arbeitsgebiet war die Geometrie, insbesondere die Grundlagenforschung, der er auch ein Buch über nichteuklidische Geometrie (Sammlung Göschen 970) gewidmet hat. Von seinen anderen Veröffentlichungen sei ein auch für den Nichtmathematiker verständliches und aufschlußreiches Büchlein über Formalismus und Intuitionismus in der Mathematik (1924) genannt. Ein paar Arbeiten mehr physikalischen Inhalts sind die Frucht seiner topographischen und Beobachtungstätigkeit (vom Ballon und Flugzeug aus) im ersten Weltkrieg. Seine Neigung galt außer weiten Gebieten der Wissenschaft auch der Natur und der Kunst, insbesondere der Musik. 1919 wurde Baldus auf den Lehrstuhl der Geometrie an der Technischen Hochschule Karlsruhe, 1932 als Nachfolger S. Finsterwalders auf den der Technischen Hochschule München berufen, den er ein paar Jahre später mit dem durch die Emeritierung W. von Dycks frei gewordenen Lehrstuhl für Mathematik vertauschte. In die Heidelberger Akademie der Wissenschaften wurde er 1929, in die Münchener 1935 gewählt.
Werke ↑
s. Pogg.Literatur ↑
G. Faber, Nachruf, in:
Jb. d.
Bayer. Ak. d. Wiss. f.
d. J. 1944–48, 1948.
Portraits ↑
Phot. (
Math. Inst. d.
TH München).
Autor ↑
Georg FaberEmpfohlene Zitierweise ↑
Faber, Georg, „Baldus, Richard“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
558
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116043083.html