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Adam, Eugen >>
Adam, Albrecht
* 16.4.1786 Nördlingen,
† 28.8.1862 München. (evangelisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus einer Bürgerfamilie, die ursprünglich aus Ulm stammt;
V Veit Jeremias Adam (1754–1830), Konditor in Nördlingen;
M Margarethe Barbara,
T des Pastors Thilo aus Nördlingen;
Ur-Gvv
Jeremias Adam (1698–1735), Stadt- und Spitalphysikus in Ulm;
B
Heinrich Adam (1787–1862), Maler;
⚭ 1812 München
Magdalena (1793–1865),
T des Kaufmanns Sander aus Mailand;
S
Franz Adam (s. 3),
Eugen Adam (s. 2),
Julius Adam (1826–74), Lithograph,
Raphael Benno Adam (1812–92), Tiermaler;
E
Emil Adam (
S des
Benno Adam, 1843–1924), Tiermaler,
Julius Adam (s. 4,
S des
Julius Adam);
Ur-E
Richard Benno Adam (
S des Emil Adam, 1873–1937), Tier- und Sportmaler.
Leben ↑
Adam war zunächst Konditor, wandte sich dann aber dem Künstlerberuf zu. In München (seit 1807) wurde er von G. von Dillis gefördert. 1809 reihte ihn Graf Froberg-Montjoie in sein Gefolge ein, und Adam nahm am Feldzug gegen Österreich teil. Als Hofmaler des Vizekönigs von Italien begleitete er Eugen Beauharnais auf allen Feldzügen, so auch nach Rußland 1812. Es entstand eine Sammlung von 83 Blättern, Episoden aus dem russischen Feldzug, die später, unter Mitarbeit der Söhne Benno und Franz erweitert, in 100 Lithographien erschien (1827-33). König Ludwig I. bestellte bei Adam für den Schlachtensaal der Residenz die „Schlacht von Borodino“ und Herzog Max von Leuchtenberg für sein Palais in Petersburg 12 große Schlachtenbilder. 1848 war Adam, begleitet von seinem Sohn Eugen, im Hauptquartier des Feldmarschalls Radetzky und nahm am oberitalienischen Feldzug teil. Schlachtenbilder entstanden im Auftrag Kaiser Franz Josephs und König Ludwigs I. Bei dieser umfangreichen Tätigkeit wurde die Mitarbeit der Söhne immer stärker. 1855-57 weilte Adam mit seinen Söhnen Franz und Benno in Wien zur Erledigung verschiedener Bestellungen des Kaisers und des Adels. Mit der „Schlacht von Zorndorf“, gemalt für König Max II. (1859–62), schloß Adam seine fruchtbare Tätigkeit ab. - In den Frühbildern Adams sind noch barocke Elemente erkennbar; im Studium der Niederländer und durch eine sachliche Auffassung der Natur entwickelt sich eine realistischere Darstellung. Die zeitbedingte Durcharbeitung seiner Bilder mit vielen reizvollen Einzelheiten gefährdet manchmal den großen Zusammenhang, aber ein natürliches Gefühl für Verteilung der Massen und eine räumliche Schaubarkeit zeichnen alle seine Schlachtenbilder aus. Ebenso bewahrt sein malerischer Vortrag bei aller zeichnerischen Gewissenhaftigkeit eine gewisse Lockerheit und farbige Frische. Alle diese Eigenschaften machen Adam zu einem der bedeutendsten Vertreter der Schlachtenmalerei im 19. Jahrhundert; seine Erfahrungen hat er einigen Schülern, vor allem seinen Söhnen, weitergegeben.
Werke ↑
Weitere W Aus dem Leben eines Schlachtenmalers, Selbstbiogr.,
hrsg. v. H. Holland, 1886; Des Krieges Grauen u. d. Lebens Lust, aus d. Erinnerungen d. Schlachtenmalers A.
A.,
hrsg. v. L. Adam, 1942.
Literatur ↑
ADB I;
F.
v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh.s, 1895.
Portraits ↑
Selbstbildnis mit d. Söhnen Eugen u. Franz (Berlin,
Nat.-Gal.).
Autor ↑
Eberhard HanfstaenglEmpfohlene Zitierweise ↑
Hanfstaengl, Eberhard, „Adam, Albrecht“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
51-52
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116006374.html