Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Fritzen, Johann Adolf Wilhelm     Fritzsch, Emil Theodor >>

Fritz(e)hans, Johannes

lutherischer Prediger, * Magdeburg (?), MagdeburgAnfang (?) 1540.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
9.10.1524 T e. Brauers (?).

Leben  
Der Leipziger Franziskaner Fritzhans begegnet uns zuerst als Verteidiger seines Ordensbruders Seiler gegenüber Karlstadt, desgleichen A. von Alveldts. In den Magdeburger Konvent übergesiedelt, fiel er 1523 der Reformation zu, verließ Kloster und Stadt und ging nach Wittenberg, von wo aus er seinen Schritt begründete: bislang fehlte die Christuspredigt. Anfang 1524 zurückgekehrt, wurde er im Zuge der weiteren Reformation der Stadt am 28.7. Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche. Literarisch wirkte er vor allem mit E. Weidensee zusammen. Am Ende seines Lebens bewegte auch ihn die Gefährdung der Reformation durch das Schwärmertum. Er war ein Prediger, der Luther wirklich verstanden hatte und dies gegenüber Altgläubigen und Radikalen eigenständig bewährte.

Literatur  
ADB VIII; W. Kawerau, E. Weidensee u. d. Ref. in Magdeburg, 1894; ders., J. F., in; Gesch.-bll. f. Stadt u. Land Magdeburg 29, 1894, S. 214-42 (W-Verz.); H. Barge, A. Bodenstein v. Karlstadt I, 1905, S. 215 ff.; LThK; Schottenloher 6656–60, 22 184.

Autor  
Ernst Kähler
Empfohlene Zitierweise  

Kähler, Ernst, „Fritzhans, Johannes“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 635 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd100128513.html

ADB-Artikel

<< Fritze, Johann Theodor     Fritzlar, Herbort von >>

Fritzhans, Johannes

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Fritzhans: Johannes F. (Fritze), Mönch im Franciskanerkloster zu Magdeburg, schloß sich, durch den Augustiner Dr. theol. Johann Islebius und die Lectüre der Schriften Luther's für die neue Lehre gewonnen, sehr früh den reformatorischen Bestrebungen in Magdeburg an. Da er sich weigerte, die auf der Kanzel bekannten Grundsätze zu widerrufen und man ihm deswegen mit Einkerkerung drohte, entfloh er aus dem Kloster und wandte sich nach Wittenberg, wo er einen Tractat erscheinen ließ, in dem er Rath und Gemeine zu Magdeburg zur Annahme der gereinigten Lehre ermahnte. Bald kehrte er nach Magdeburg zurück, lebte hier eine Zeit lang als Privatmann, bis ihm (Mai 1524) beim siegreichen Durchbruch der reformatorischen Bewegung in der Stadt die Prädicantenstelle an der St. Johanniskirche, wenige Monate später (28. Juli) das Pfarramt an der Heiligengeistkirche übertragen wurde. An der Durchführung der Reformation in der Stadt Magdeburg gebührt ihm ein wesentlicher Antheil; bei aller Energie zeigte er auch die erforderliche Besonnenheit.

Autor  
Janicke.
Empfohlene Zitierweise  

Janicke, Karl, „Fritzhans, Johannes“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 8 (1878), S. 117 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd100128513.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 635
ADB 8 (1878), S. 117
Erwähnungen: 
ADB 41 (1896), S. 449 in Artikel Weidensee, Eberhard

PND: 100128513
Artikel drucken

Index

Fritzhans, Johannes

Name: Fritzhans, Johannes
Namensvariante: Fritzehans, Johannes
Namensvariante: Fritze, Johannes
Lebensdaten: erwähnt 1524, gestorben 1540
Beruf/Lebensstellung: Franziskanermönch; lutherischer Prediger;
Konfession: katholisch; lutherisch
Autor NDB: Kähler, Ernst
Autor ADB: Janicke, Karl
PND: 100128513

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Fritzhans, Johannes

PND
100128513

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope