<< Bachmann, Johann Franz Julius
Bachmann, Adolf >>
Bachmann, Paul Gustav Heinrich
Mathematiker,
* 22.6.1837 Berlin,
† 31.3.1920 Weimar. (lutherisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Johann Franz Julius Bachmann (s. 1);
⚭ 1) Sorau 13.4.1868 Johanna Ulrike Sophie Hedwig,
T des königlichen Oberamtmanns Alfred Eugen Peyer in Schönbrunn bei Sagan und der Maria Johanna Isabella Bachmann, geschieden 1890, 2) 1891 Elisabeth,
T des Arztes Schreiber in Königsberg (Preußen); 2
K aus 1).
Leben ↑
Bachmann studierte in Berlin und Göttingen, wo er von P. G. Lejeune-Dirichlet und dem wenig älteren, ihm lebenslang befreundeten R. Dedekind richtungweisende Anregungen empfing, dann wieder in Berlin, hauptsächlich bei E. E. Kummer, bei dem er 1862 promovierte. 1864 habilitierte er sich für Mathematik in Breslau, wurde dort 1867 außerordentlicher Professor und 1875 durch den Kultusminister A. Falk als der erste evangelische Ordinarius an die köngiliche Akademie, die Vorläuferin der Universität, nach Münster berufen. 1890 auf seinen Wunsch vorzeitig emeritiert, widmete er sich von nun ab in Weimar seinen wissenschaftlichen Arbeiten. Dabei blieb er dem kulturellen, insbesondere musikalischen Leben weit aufgeschlossen - er war ein ausgezeichneter Pianist und komponierte auch selbst - und war eine Zeit lang als Musikkritiker einer Lokalzeitung tätig. Bachmann erforschte vorwiegend die Probleme der niederen und höheren Zahlentheorie auf arithmetischem Gebiete, vor allem die Theorie der quadratischen Formen, der er zahlreiche Abhandlungen gewidmet hat. Sein eigentliches Lebenswerk ist die große, in ihrer Weite und künstlerischen Abrundung vorbildliche Gesamtdarstellung der Zahlentheorie.
Werke ↑
u. a. Vorlesungen
üb. d. Natur d. Irrationalzahlen, 1892; Zahlentheorie, 5
Bde., 1892–1923,
z. T. Neudr. 1911-26
(Bd. 4 mit Geleitwort v. R. Haußner, P); Niedere Zahlentheorie, 2 T., 1902–1910; Grundlehren d. neueren Zahlentheorie, 1907,
31931,
hrsg. v. R. Haußner; Das Fermat-Problem in seiner bisherigen Entwicklung, 1919.
Literatur ↑
K. Hensel, P.
B. u. sein Lebenswerk, in:
Jber. d.
dt. Mathematiker-Vereinigungen 36, 1927, S. 31 bis 73
(W, P);
O. Fischer,
Ev. Pfarrerbuch f. d. Mark Brandenburg, 1941;
Pogg. III, IV.
Portraits ↑
Metallplakette auf d. Grabstein (Alter Friedhof Weimar).
Autor ↑
Bruno SauerEmpfohlene Zitierweise ↑
Sauer, Bruno, „Bachmann, Paul Gustav Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
497
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116028076.html
Bachmann, Paul
Name: Bachmann, Paul
Namensvariante: Bachmann, Paul Gustav Heinrich
Lebensdaten: 1837 bis 1920
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Weimar
Beruf/Lebensstellung: Mathematiker
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Sauer, BrunoPND: 116028076