Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Bach, Joseph von     Bach, Max Hugo >>

Bach, Carl von

Maschinenbauingenieur, * 8.3.1847 Stolberg (Sachsen), 10.10.1931 Stuttgart. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Heinrich Julius Bach, Sattlermeister und Wagenbaumeister; M Karoline Juliane Keller; Gvv Christian Gottlob Bach, Sattlermeister; Gmv Christiane Caroline Lorenz, aus Zwönitz (Erzgebirge).

Leben  
Bach war Schlosserlehrling, dann Mechaniker bei der Firma Hartmann in Chemnitz. Durch|zähes Privatstudium erreichte er, daß er 1864 in die höhere Gewerbeschule in Chemnitz eintreten konnte, mußte jedoch aus Geldmangel bald darauf in die Werkmeisterschule übertreten, die er 1866 mit Auszeichnung absolvierte. Durch einen Förderer finanziell unterstützt, konnte Bach im gleichen Jahr das Dresdener Polytechnikum besuchen und studierte dann an den Technischen Hochschulen Stuttgart und Karlsruhe, wo er 1873 die Diplomprüfung ablegte. Danach ging er kurze Zeit nach England, wurde 1874 Oberingenieur der Maschinenfabrik W. Knaust in Berlin, wo er Dampffeuerspritzen baute, und 1876 Direktor der A.-G. Lausitzer Maschinenfabrik vormals J. F. Petzold in Bautzen, bis er 1878 einem Ruf als ordentlicher Professor des Maschinenbauwesens an der Technischen Hochschule Stuttgart folgte. - Bach darf als der Begründer der statischen Elastizitäts- und Festigkeitslehre im Maschinenbau gelten. Sein Werdegang vom Schlosser zum Wissenschaftler, seine außerordentliche Energie und sein Scharfblick befähigten ihn dazu, vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse (insbesondere durch die Arbeiten F. Wöhlers) der praktischen Konstruktion nutzbar zu machen und durch systematische Forschungsarbeiten die Grundlage für die Ingenieurarbeit unserer Zeit zu schaffen. Mit Erfolg trat Bach für eine gediegene praktische Ausbildung der Studierenden an der Technischen Hochschule ein sowie für die Einrichtung von Ingenieurlaboratorien. Besonders hat er sich auch um das Dampfkesselwesen verdient gemacht. Er ist der Schöpfer und Vorsitzende des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Dampfkesselüberwachungsvereine gewesen. - Bach war seit 1892 Mitglied des Kuratoriums der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt. Auf seine Anregung geht die Gründung des Deutschen Verbandes für die Materialprüfungen der Technik zurück. Er war vierfacher Ehrendoktor sowie lebenslängliches Mitglied der württembergischen Ersten Kammer.

Werke  
u. a. Maschinenelemente, 1881, 131921 (auch ins Schwed., Französ. u. Russ. übers.); Elastizität u. Festigkeit, 2 Bde., 1889/90 (mit R. Baumann); Milderung d. Klassengegensätze, 2 H., 1913; Mein Lebensweg u. meine Tätigkeit, 1926 (W, P).

Literatur  
Forschungsarbeit, Festgabe, 1927, (P); Nachrufe in: Fortschritte d. Technik, 1931, Nr. 20; VDI-Zs. 1931, S. 1545; Jb. d. Schiffbautechn. Ges. 33, 1932, S. 65.

Portraits  
Ölgem. v. F. Erler, 1926; Büste in d. TH Stattgart.

Autor  
Arnold Keller
Empfohlene Zitierweise  

Keller, Arnold, „Bach, Carl von“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 491 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116024941.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 491 f.
Erwähnungen: 
NDB 21 (2003), S. 576 in Artikel Riedler, Michael

PND: 116024941
Artikel drucken

Index

Bach, Carl von

Name: Bach, Carl von
Lebensdaten: 1847 bis 1931
Geburtsort: Stolberg (Sachsen)
Sterbeort: Stuttgart
Beruf/Lebensstellung: Ingenieur; Maschinenbauingenieur
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Keller, Arnold
PND: 116024941

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Bach, Carl von

PND
116024941

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München
Rektoratsreden im 19. und 20. Jahrhundert

Nachlassdatenbank beim Bundesarchiv

Nachlässe
Kalliope