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Adaldag (heilig)
Erzbischof von Hamburg-Bremen (seit 937),
* um 900,
† 29.(28.)4.988 (verehrt am 28. April).
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Adaldag entstammt wahrscheinlich einer vornehmen sächsischen Familie. Er war ein Verwandter und Schüler Bischof Adalwards von Verden. Als Domherr in Hildesheim wurde er Mitglied der königlichen Kapelle, wo er seit 927 als Diktator und Schreiber, 936/37 als Kanzler und Notar nachweisbar ist. 937 wurde er als solcher von Otto I. zum Erzbischof von Hamburg-Bremen ernannt und war dann auch weiterhin ein einflußreicher Ratgeber der Ottonen. Er begleitete
u. a. Otto I. auf seinem zweiten Zuge nach Italien, seiner Obhut wurde 964 der abgesetzte Papst Benedikt V. anvertraut (ebenso vielleicht schon 939 auch Erzbischof Friedrich von Mainz). Unter ihm erhielt Hamburg-Bremen 947/48 die drei ersten Suffraganbistümer (Schleswig, Ripen, Aarhus) und griff damit weit über die Grenzen des Reiches nach Norden. Um 968 wurde ihm auch noch Oldenburg in Ostholstein (Wagrien) unterstellt, und damit nahm endlich die schon seit Ludwig dem Frommen geplante kirchliche Organisation des Nordens ihren Anfang, so daß ihn Adam von Bremen auch trotz der schweren Rückschläge in den achtziger Jahren als den Wiederhersteller der Hamburger Kirche preisen konnte. Die erneut geltendgemachten Kölner
|Ansprüche auf Bremen hatte Adaldag vorher schon erfolgreich zurückweisen können.
Literatur ↑
ADB I; G. Dehio,
Gesch. d. Erzbistums Hamburg-Bremen I, 1877, S. 104-32;
Hauck III, S. 91 ff.; R. Holtzmann, Kaiser Otto
d. Gr., 1938, S. 71 ff.;
ders.,
Gesch. d.
sächs. Kaiserzeit, 1941; F. M.Fischer, Politiker um Otto
d. Gr., 1938, S. 62 ff; O. Brandt,
Gesch. Schleswig-Holsteins,
41949, S. 45; O. H. May,
Regg. d. Erzbischöfe
v. Bremen I, 1937, S. 27-37
(L).
Autor ↑
Otto Heinrich MayEmpfohlene Zitierweise ↑
May, Otto Heinrich, „Adaldag“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
47-48
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135668247.html
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Adeldag, Adaldag
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Adeldag: Adaldag,
Erzbischof von Hamburg-Bremen (937—988), nimmt als unverbrüchlich
treuer Anhänger der drei Ottonen eine hervorragende Stellung unter
den Bischöfen des 10. Jahrhunderts ein. Aus vornehmem Geschlechte,
ein Verwandter des Bischofs Adalward von Verden, wurde er durch
|die Königin Mathilde, in deren Hofcapelle er sich befand,
dem Könige Otto d. Gr. bekannt. Von Sept. 936 bis Febr. 937 finden
wir ihn als Kanzler des Königs, während er, wie es scheint,
Mitglied des Hildesheimer Domcapitels war; dann wurde er von Otto
zum Nachfolger des auf einer Missionsreise in Schweden gestorbenen
Erzbischofs Unni bestellt. Für seinen Metropolitansitz Bremen
erlangte er die Immunität (966); gegenüber den erneueten
Ansprüchen Kölns, selbst des Erzbischofs Brun, auf das Bisthum
Bremen setzte er siegreich die Rechte seiner Kirche durch. In den
nordischen Ländern, wie unter den Wenden gelang es ihm, die von
seinem Vorgänger wieder aufgenommene Mission erfolgreich
weiterzuführen und seinem Erzstifte endlich Suffraganbisthümer zu
erwerben (Oldenburg, Schleswig, Ripen, Aarhus, Odensee [?]). Auf
dem zweiten Zuge Otto's I. nach Italien
war
A.
vom Herbste 961 bis zum Frühjahre 965 des Königs
ständiger Begleiter, Zeuge von dessen Kaiserkrönung, Theilnehmer
an den Concilien, welche Johann XII. und
Benedict V. absetzten. Des Kaisers
Vertrauen zu ihm zeigte sich besonders darin, daß jener unserm
Erzbischof den Papst Benedict zur Gefangenhaltung in Hamburg
übergab. Das nahe Verhältniß, in welchem
A.
zu Otto III. stand, ergibt
sich aus der mehrtägigen Anwesenheit des Königs in dem Bremen
benachbarten Wildeshausen 988 (März 16—20), wo Otto damals drei
Urkunden zu Gunsten der bremischen Kirche ausstellte. Ob
A.
eine Zeitlang Otto's I.
Erzkanzler für Italien gewesen ist, hat noch nicht mit Sicherheit
constatirt werden können. Er starb 29. April 988.
Autor ↑
Bippen.
Empfohlene Zitierweise ↑
Bippen, Wilhelm von, „Adeldag, Adaldag“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
72-73
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135668247.html?anchor=adb
Adaldag
Name: Adaldag
Namensvariante: Adeldag
Lebensdaten: um 900 bis 988
Beruf/Lebensstellung: Erzbischof von Hamburg-Bremen; Heiliger
Konfession: katholisch
Autor NDB:
May, Otto HeinrichAutor ADB:
Bippen, Wilhelm vonPND: 135668247