<< Baader, Benedikt Franz Xaver von
Baader, Joseph von >>
Baader, Klemens Alois
katholischer Theologe,
* 8.4.1762 München,
† 29.3.1838 München.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Benedikt Franz Xaver von Baader (s. 1); Joseph von Baader (s. 3).
Leben ↑
Baader wurde nach Studien in Ingolstadt und der Priesterweihe (1786) Kanonikus an
St. Andreas in Freising. In zahlreichen Schriften wirkte er publizistisch für die Säkularisation und für kirchliche Reform im Sinne des Josefinismus. Von der bayerischen Regierung wurde er daher seit 1803 in wichtigen Stellen im höheren Schuldienst, zuletzt als Regierungs- und Schulrat verwendet. Von dauerndem Wert sind seine biographischen und bibliographischen Nachschlagewerke.
Werke ↑
u. a. Das gelehrte Bayern
od. Lex. aller Schriftsteller, welche Bayern im 18.
Jh. erzeugte. 1804
(nur Bd. 1: A-K, hier S. 51-55 seine Autobiogr. bis 1803);
Lex. verstorbener
bayer. Schriftsteller d. 18. u. 19. Jh.s, 2
Bde., 1824/25
(ohne die im „Gelehrten Bayern“ behandelten Schriftsteller).
Literatur ↑
ADBI;
J. Schlecht, in: Sammelbl. d.
hist. Ver. Freising 6, 1900/01, S. 78 ff.;
F. X. Thalhofer, Aus d. Reiseber. eines aufgeklärten Freisinger Kanonikus, in:
AKG 15, 1922/23, S. 75-98;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques VI, 1932,
Sp. 3 f.;
LThK.
Portraits ↑
Stich
v. C. W. Book nach Buziger (
Graph. Slg. München)
Autor ↑
Franz Xaver SeppeltEmpfohlene Zitierweise ↑
Seppelt, Franz Xaver, „Baader, Klemens Alois“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
476
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11601055X.html
<< Aysma, Hersel
Baader, Franz Benedict >>
Baader, Clemens Alois
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Baader: Clemens Alois
B.
, geb. zu München
8. April 1762, †
daselbst 23. März 1838; Sohn des
kurfürstlichen Leibarztes Joseph Franz von Paula Baader; nachdem
er das Gymnasium seiner Vaterstadt München besucht hatte, bezog er
die Universität Ingolstadt um Theologie zu studiren, wo er 1785
auch Doctor der Philosophie wurde, darauf practicirte er an den
bischöflichen Consistorien in Augsburg und Salzburg unter
aufgeklärten Bischöfen jener Josephinischen Periode; am 25. August
1787 wurde er Kanonikus zu St. Andreä in Freising und
fürstbischöflicher geistlicher Rath, am 30. Mai 1797 Mitglied der
Akademie der Wissenschaften in München und den 10. Juli 1799 jener
zu Erfurt. Am 7. Jan. 1803 zum Schul- und Studiencommissär zu
München ernannt, wurde er am 25. Oct. desselben Jahres zum
Oberschul- und Studiencommissär befördert. Später mit dem Range
eines Landesdirectionsrathes nach Ulm versetzt, trat er im J. 1808
nach erfolgter Eintheilung des Königreiches Baiern in Kreise, als
Kreisschulrath bei dem Generalcommissariate des Oberdonaukreises
ein. Im J. 1811 nach Salzburg und 1816, als dieses an Oesterreich
kam, nach Burghausen versetzt, darauf im folgenden Jahre am 22.
März 1817 wieder nach München berufen. In den Ruhestand getreten,
privatisirte er bis zu seinem Tode in München. Unter seinen, am
vollständigsten in Meusel's G. T. I—XXII.
angeführten Schriften sind: "Das gelehrte Baiern od. Lexikon aller
Schriftsteller, welche Baiern im 18. Jahrhundert erzeugte, A — K (leider ist nicht mehr erschienen)"
1804, und das "Lexikon verstorbener bairischer Schriftsteller des
18. u. 19. Jahrhunderts", 2 Bde. 1824—25, nützliche literärische
Handbücher. Die Artikel des ersten Werkes über Personen, welche
damals noch lebten, sind meistens von diesen selbst durchgesehen.
Es befindet sich darunter auch eine bis 1803 reichende
Autobiographie. 1804 an der Fortsetzung des Werkes verhindert,
ward der Verfasser später durch den inzwischen ganz veränderten
Umfang Baierns davon zurückgehalten. Es ward aber in dem zweiten
Werke die Arbeit fortgesetzt und zwar unter Beschränkung auf
Verstorbene und mit Ausschluß der schon im ersten Werke
abgehandelten Personen, aber im gegenwärtigen Umfange des
bairischen Staates. Von seinen sonstigen Schriften erwähnen wir:
"Fragmente a. d. Tagebuche eines Menschen und Christen", 1791;
"Reisen durch verschiedene Gegenden Deutschlands in Briefen", 2
Bde., 1795 bis 1797 (Titelausg. 1801); "Eduards Briefe über die
franz. Revolution", 1796; "Gedanken und Vorschläge eines
bairischen Patrioten in drei Briefen über Geistlichkeit und
Landschulen", 1801; "Aussichten, Wünsche und Beruhigung fürs
|Vaterland", 1801; "Notwendigkeit der individuellen
Säcularisation etc.", 1802; "Kurze Geschichte der Kriegsvorfälle
zu Ulm im Spätherbst 1805", 1806; "Blumen aus verschiedenen
Gärten, Aphorismen etc." 1822—24; "Freundschaftliche Briefe",
1823.
Autor ↑
Kelchner.
Empfohlene Zitierweise ↑
Kelchner, Ernst, „Baader, Clemens Alois“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
712-713
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11601055X.html?anchor=adb
Baader, Klemens Alois
Name: Baader, Klemens Alois
Namensvariante: Baader, Clemens Alois
Lebensdaten: 1762 bis 1838
Geburtsort: München
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: katholischer Theologe; Literaturhistoriker; Publizist
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Seppelt, Franz XaverAutor ADB:
Kelchner, ErnstPND: 11601055X