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NDB-Artikel

<< Forel, August     Forke, Ernst Conrad Alfred >>

Forkardt, Hermann Paul Max

Werkzeugmaschinen-Industrieller, * 17.3.1886 Eisenach, 28.8.1935 Karlsbad. (evangelisch)


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V August F. (* 1856), Fabrikdir. im Demmer-Werk in E., S d. Postbeamten Robert Forkert in Erfurt; M Helene (* 1859), T d. Schuhmachermeisters Robert Pressel in Nordhausen; Eisenach 1917 Charlotte (* 1887), T d. Metzgermeisters Frdr. Wilh. Eppelsheim in Dortmund; 1 S (), 1 T .

Leben  
Über Realgymnasium, Schlosserlehre und die Höhere Maschinenbauschule Dortmund führte der Berufsweg Forkardt schon bald in verantwortungsvolle Stellungen bei namhaften Firmen des Schwermaschinenbaues. Im 1. Weltkrieg war er verantwortlicher Leiter einer großen Munitionswerkstatt, mit 33 Jahren Technischer Direktor zweier durch Besitz verbundener Werkzeugmaschinenfabriken und 2 Jahre später Teilhaber eines angesehenen Vertriebsunternehmens für in- und ausländische Maschinen. Hier legte er den Grund für sein eigenes Unternehmen. Bei der Massenfertigung auf Werkzeugmaschinen, mit der Forkardt sich schon früh beschäftigen mußte, begann damals eine Aufgabe allmählich in den Vordergrund zu rücken, die vorher kaum eine Rolle gespielt hatte: das Spannen der Werkstücke in genügend anliegende Futter. Auf der Suche nach Abhilfe fand Forkardt eine ideale Lösung in der Kettenkeilkonstruktion, deren ebene Zahnflanken immer auf voller Breite tragen. Die 1923 gegründete P. Forkardt Aktiengesellschaft in Düsseldorf entwickelte sich so gut, daß er selbst sich ab 1927 ausschließlich diesem eigenen Unternehmen widmen mußte. Forkardt schuf damals den Begriff der Spanntechnik. Er hatte ein riesiges Arbeitsfeld erschlossen, dem mit der fortschreitenden Veränderung der Fertigungsverfahren immer wieder neue und andersartige Aufgaben zuwachsen sollten. Neben der ständigen Verbesserung und Verfeinerung seines von Hand zu bedienenden Fut|ters liefen vorbildliche Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiete der kraftbetätigten Spannung, das heißt derjenigen Drehbankfutter und anderen Spannmittel, die nicht von Hand, sondern durch Preßluft, Drucköl oder andere Hilfskräfte betätigt werden. – Forkardt hinterließ ein Industrieunternehmen von weit über die lokalen Grenzen hinausreichender Bedeutung. Er war ein eifriger Förderer der Gemeinschaftsarbeit im Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Literatur  
Festschr. z. 25j. Bestehen, 1948.

Autor  
Karl Deuring
Empfohlene Zitierweise  

Deuring, Karl, „Forkardt, Hermann Paul Max“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 299 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137495374.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 299 f.

PND: 137495374
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Index

Forkardt, Paul

Name: Forkardt, Paul
Namensvariante: Forkardt, Hermann Paul Max
Lebensdaten: 1886 bis 1935
Geburtsort: Eisenach
Sterbeort: Karlsbad
Beruf/Lebensstellung: Werkzeugmaschinenindustrieller
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Deuring, Karl
PND: 137495374

Weitere Informationen

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Forkardt, Paul

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137495374

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