<< Fleckenbühl, genannt Bürgel, Johann Philipp Franz von
Flegel, Eduard Robert >>
Fleckh, Johann Anton
Jurist, Politiker, Dialektforscher,
* 16.5.1822 Grunberg bei Riegersburg (Steiermark),
† 26.2.1876 Kirchbach (Steiermark). (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Joh., Bauer in
G.,
S d.
Joh. Xaver, Bauer, Hafner, Dorfrichter u. Kirchenpropst in Breitenfeld
b. R., u. d. Magdalena Pußwalt;
M Maria,
T d. Anton Zotter, Bauer,
gleichenberg. Amtsrichter;
⚭ Graz 1860 Madeleine (1824–56),
T d. Marktrichters Felix Leopold Reddi in Sachsenfeld/Steiermark; 2
S , 1
T .
Leben ↑
Fleckh studierte an der Universität Graz Jus (doctor iuris 1847) und trat hierauf in den Staatsdienst als Konzeptspraktikant bei der Steiermärkischen Kammerprokuratur, schloß sich 1848 der studentischen Freiheitsbewegung an, wurde Obmann des Studentenausschusses in Graz und war im September Abgeordneter der Grazer Universität bei der Versammlung der deutschen Studenten in Jena. Er übernahm Mai 1848 als Supplent die Vorlesungen aus politischen Wissenschaften an der Universität, wurde aber im März 1849 aus dem Staatsdienst und von der Universität entlassen, wandte sich sodann der Advokatur zu, war seit 1849 Notariatssubstitut in Kirchbach und wurde 1862 Advokat in Graz. 1860-76 vertrat er den Städtewahlkreis Judenburg im Steirischen Landtag und wurde von diesem in den Reichstag delegiert. 1867-75 führte er im Steirischen Landesausschuß das Schulreferat, begründete die steirischen Landesbürgerschulen und förderte die Technische Hochschule. Seit 1872 kränklich, gab er 1875 seine Advokatur auf und übernahm das Notariat in Kirchberg. Fleckh war im Reichsrat eifrig für das Reichsvolksschulgesetz tätig; außer seiner beruflichen und politischen Tätigkeit machte er sich um die Erforschung der steirischen Mundarten besonders verdient.
Werke ↑
Idiotikon
v. Oststeiermark u. Riegersburg, 1846
(Hs. im Steir. Landesarchiv), verz. in: Steir. Wortschatz als Ergänzung zu Schmellers Bayr.
Wb.,
hrsg. v. F. Khull, 1903;
Anonymes Flugbl., Brief d. Steir. Jakels an d. Wiener, 1848;
Die Oktoberereignisse
d. J. 1848, dem
steir. Landvolk
v. e. Bauernsohne
erz., 1848;
Mundartliches aus Oststeiermark u. Obersteier, in: J. Firmenich, Germaniens Völkerstimmen II, 1864.
Literatur ↑
Grazer Tagespost,
Febr. 1876;
Die Bürgerschule,
Zs.,
hrsg. v. Rothaug, 1886;
K. Grill, Judenburg einst u. jetzt,
31925;
E. Harl, Dr. J. A.
F., ein Vorkämpfer f. Großdtld., in:
Zs. d.
Hist. Ver. f. Steiermark 35, 1942, S. 85
ff. (Angaben üb. d. hs. Nachlaß, P);
ÖBL.
Autor ↑
Richard MeisterEmpfohlene Zitierweise ↑
Meister, Richard, „Fleckh, Johann Anton“,
in: Neue Deutsche Biographie
5
(1961), S.
229
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136000061.html
Fleckh, Johann Anton
Name: Fleckh, Johann Anton
Lebensdaten: 1822 bis 1876
Geburtsort: Grunberg bei Riegersburg (Steiermark)
Sterbeort: Kirchbach (Steiermark)
Beruf/Lebensstellung: Jurist; Politiker; Dialektforscher
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Meister, RichardPND: 136000061