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<< Fischer, Fritz     Fischer, Hans >>

Fischer, Gustav Paul Danckert

Verleger, * 23.12.1845 Altona, 22.7.1910 Jena. (evangelisch)


GenealogieLebenAuszeichnungenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Benj. Gottlob (1805–59), Kaufm. in A., S d. Benj. Gottlob (1769–1846), Mag., Seminarprof. in Blaubeuren u. Schöntal, Pfarrer, übers. u. a. Goethe „Hermann u. Dorothea“ u. J. H. Voß „Luise“ ins Lateinische; M Helene (1818–1901), T d. Joh. Paul Frdr. Danckert (1769–1841), Kaufm. in Hamburg, u. d. Pfarrers-T Marg. Wilh. Barbara Ullrich; Groß-Om Franz Wolfg. Adam Ullrich (1795–1880), Prof. am Johanneum (s. ADB 39); Hamburg 1875 Minna (1839–1910), verw. Maucke, T d. Louis Alfr. des Arts, Großkaufm. in Hamburg; kinderlos; N u. Adoptiu-S Gustav (1878–1946), Dr. phil., mehrf. Ehrendoktor, führte seit 1910 d. Verlag im übernommenen Sinne erfolgreich fort; Groß-N Annelise v. Lucius (* 1912), leitet d. 1953 nach Stuttgart übergesiedelten Verlag mit ihrem Schwager August v. Breitenbuch (* 1900).

Leben  
Fischer begann seine Buchhändlerlaufbahn schon als Lehrling in Jena, der Stadt, der er auch künftig immer verbunden geblieben ist. Der erste Schritt in die Selbständigkeit geschah aber in Hamburg, wo er gemeinsam mit Heinrich Wichern (Sohn des bekannten Theologen) die altangesehene Buchhandlung W. Maucke Söhne 1871 erwarb und die Witwe des letzten Inhabers heiratete, deren tätige Teilnahme am Verlag noch bis fast zu ihrem Tode dauerte. 1878 trennte er sich von Wichern, der die Buchhandlung Maucke allein übernahm, und kaufte den Verlag Dufft in Jena, der gleichfalls aus Perthes-Mauckescher Tradition erwachsen war. Er gab ihm seinen Namen, und seitdem ist der „Gustav Fischer Verlag“ aus dem Kreis der führenden wissenschaftlichen Verlage nicht mehr wegzudenken. Die Arbeitsgebiete des Verlages waren Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften und Geschichte. An der Gründung des „Deutschen Verlegervereins“ war er 1886 und am endgültigen Zusammenschluß 1904 führend beteiligt. Auch neben der beruflichen Tätigkeit hat er sich Verdienste erworben, zum Beispiel wurde die „Jenaer Baugenossenschaft“ 1897 auf seine Initiative hin gegründet.

Auszeichnungen  
Nat.lib. Landtagsabg., Dr. phil. h. c. (Jena 1895), Dr. med. h. c. (Freiburg/Br. 1902), Ehrenbürger v. Jena (1903), GKR (1910).

Literatur  
M. Fischer, Fam.buch d. Nachkommen d. M. Benj. Gottl. F., 1922; Jubiläumskat. d. Verlages G. F. in Jena, 1928; F. Lütge, Das Verlagshaus G. F. in Jena, Seine Gesch. u. Vorgesch., 1928; F. Stier, Das Verlagshaus G. F. in Jena, 1953.

Autor  
Ernst Metelmann
Empfohlene Zitierweise  

Metelmann, Ernst, „Fischer, Gustav Paul Danckert“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 186 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118683675.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 186

PND: 118683675
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Index

Fischer, Gustav

Name: Fischer, Gustav
Namensvariante: Fischer, Gustav Paul Danckert
Lebensdaten: 1845 bis 1910
Geburtsort: Altona
Sterbeort: Jena
Beruf/Lebensstellung: Verleger
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Metelmann, Ernst
PND: 118683675

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Fischer, Gustav

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118683675

Normdaten
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