<< Auinger, Mathias
Aumann, Franz S. >>
Auliczek, Dominikus Jakob von (seit 1759)
Bildhauer und Porzellanmodelleur,
* 1.8.1734 Polička (Böhmen),
† 15.4.1804 München.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Mathias Auliczek, Bürgermeister in Polička;
M Rosina Martini;
⚭ 28.11.1765, Maria Josepha,
T des Malerei-Inspektors Joseph Weiß in Nymphenburg; 3
T und 5
S,
u. a. Dominikus von Auliczek der Jüngere (
* 17.11.1775) Porzellanmodelleur, von 1829-35 Besitzer der Porzellanfabrik in Regensburg.
Leben ↑
Nach Lehrjahren bei F. Pacak in Leitomischl war Auliczek 1752/53 in Wien, zuerst bei J. G. Leutner, später an der Akademie, 1754 in Paris, 1755/56 an der Akademie in London, 1756-59 an der Akademie S. Luca in Rom. Dort erhielt er 1759 den Preis der Akademie und den päpstlichen Orden vom goldenen Sporn, womit die Verleihung des Adels verbunden war. Anschließend arbeitete Auliczek drei Jahre bei Gaetano Chiaveri. 1762 kam er nach München, trat 1763 zunächst als Bossierer und später als Modellmeister in die Nymphenburger Porzellan-Manufaktur ein. 1772 wurde er Hofbildhauer, 1775 Hofstatuarius, 1782 Hofkammerrat. 1797 ging er in Pension. Seine Werke, vom römischen Spätbarock stark beeinflußt, stehen am Ende des Rokokos und zeigen bereits erste Spuren des beginnenden Klassizismus. Von seinen Großplastiken aus der Rom-Zeit ist nichts mehr nachweisbar; für den Park in Nymphenburg schuf er neben Götterfiguren (1770–82) die drei Puttengruppen mit den kurbayerischen Insignien (1776). Von seinen Porzellanfiguren und Gruppen sind neben antikisierenden Götterfiguren, den Weltteilen und Bildnissen in Relief vor allem seine Hatzstücke (Tierkämpfe) zu erwähnen. Vom Geschirr ist das Perlservice seine beste Leistung.
Literatur ↑
ADB I;
(J. K.
v. Lippert), Kurzgefaßte
Nachr. v. d.
kurbayer. Hofbildhauer u. Modellmeister Herrn D.
A., in: Augsburg. monatl. Kunstbl.,
Jg. 3, 1772;
E.
v. Bassermann-Jordan, D.
A., 1902;
F. H. Hofmann,
Gesch. d.
bayer. Porzellan-Manufaktur Nymphenburg I-III, 1923;
ders., Das Porzellan d.
europ. Manufakturen, 1932;
F. Noack, Das Deutschtum in Rom seit d. Ausgang d.
MA I, 1927;
A. Feulner, Plastik u. Malerei d. 18. Jh.s in
Dtld., 1929;
F. Bukáček, D.
A., Jan Honsa, Poličce 1939;
A. Schönberger,
Dt. Porzellan, 1949;
ThB;
Bénézit I, 1948.
Portraits ↑
Selbstbildnis (Porzellanmedaillon), um 1775 (
Nat.-Mus. München);
Ölgem. v. G. Desmarées, um 1770 (
Mus. Göteborg).
Autor ↑
Heinz MertenEmpfohlene Zitierweise ↑
Merten, Heinz, „Auliczek, Dominikus Jakob von“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
455
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124212867.html
<< Aulhorn, Johann Adam
Aurach, Joseph Christian Auracher >>
Auliczek, Dominicus
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Auliczek: Dominicus
A.
, Bildhauer, geb. zu Policzka in Böhmen 1734, † zu München, nach Lipowsky's "Bair.
Künstler-Lex" am 14. Oct. 1803, nach Fel. Halm's unedirtem "Bair.
Künstlerlex." am 15. April 1804, studirte in Rom und wurde
Inspector der kurfürstlichen Porzellanmanufactur zu Nymphenburg,
auch kurfürstlicher Hofbildhauer. Für die Manufactur verfertigte
er prächtige Modelle
|in Thon und Wachs. Von ihm
rühren auch die zopfigen Statuen der Juno, des Pluto, Jupiter und
der Proserpina im Nymphenburger Hofgarten.
|Literatur ↑
Vgl. Holland in Meyer's Künstler-Lex.
Autor ↑
W. Schmidt.
Empfohlene Zitierweise ↑
Schmidt, Wilhelm, „Auliczek, Dominicus“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
687-688
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124212867.html?anchor=adb
Auliczek, Dominikus Jakob von
Name: Auliczek, Dominikus Jakob von
Namensvariante: Auliczek, Dominikus
Lebensdaten: 1734 bis 1804
Geburtsort: Polička (Böhmen)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Porzellanmodelleur; Bildhauer
Konfession: katholisch?
Autor NDB:
Merten, HeinzAutor ADB:
Schmidt, WilhelmPND: 124212867